Was jetzt?

Über die letzten drei Posts haben wir uns angeschaut, wie Errettung funktioniert. Die falsche Frage. Die richtige Frage und ihre Antwort. Und was sich ändert, wenn sich jemand Jesus anvertraut.

Aber es gibt noch eine Frage, die am Ende unweigerlich auftaucht – besonders für jemanden, der gerade am Punkt der Entscheidung steht: Wenn ich diesen Schritt gehe, was mache ich danach?

Keine Checkliste – aber eine Richtung

Die Bibel gibt keine Schritt-für-Schritt-Anleitung für das Leben als Christ. Kein Programm, das man wie eine Checkliste abarbeitet. Kein Zertifikat, das man erwirbt. Stattdessen gibt uns die Bibel eine sehr klare Richtung – und die lässt sich sehr kurz zusammenfassen: Bleib in der Beziehung!

Jesus selbst beschreibt das in Johannes 15 mit einem Bild, das für eine auf Landwirtschaft basierende Gesellschaft wie Israel vor rund 2.000 Jahren sehr eingängig war:

„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“

Die Bibel, Johannes 15,5

Eine Rebe, die vom Weinstock getrennt ist, trägt keine Frucht – ebenso wie ein Ast, der von einem Baum abgeschnitten wird. Der Grund ist natürlich nicht, dass die Rebe sich nicht genug anstrengt, sondern weil sie vom Leben selbst abgeschnitten wird und eingeht. Und das Christenleben funktioniert sehr ähnlich. Frucht – also Gutes, was unser Leben hervorbringt – entsteht nicht in erster Linie durch unsere Anstrengung, sondern durch unsere Verbindung, unsere Beziehung, zu Jesus. So wie der Saft des Weinstocks durch die Rebe fließt und ihr Leben, Wachstum und Frucht gibt, so braucht auch der Christ diese Nähe und enge Verbundenheit mit Jesus.

Und so, wie sich die Rebe, die am Weinstock bleibt, ja im Prinzip gar nicht dagegen wehren kann, zu Leben und Frucht hervorzubringen, so entsteht ein fruchtbringendes Christenleben auch einfach als Konsequenz einer engen, vertrauensvollen Beziehung zu Jesus.

Was das konkret bedeutet

Die Beziehung zu Gott hat im Alltag zwei ganz praktische Seiten. Die erste ist die Bibel:

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht!“

Die Bibel, Matthäus 4,4

So wie unser Körper Nahrung braucht – und verkümmert und eingeht, wenn er sie nicht bekommt – so braucht auch unsere Seele Nahrung. Und diese Nahrung ist die Stimme und das Wort Gottes, denn durch sie lernen wir Gott kennen – seinen herrlichen und heiligen Charakter, seine Gedanken, seinen Willen, seinen großen Plan. Die Bibel ist sein Reden an uns – und die Bibel hat so eine Art, konkret in Alltagssituationen zu sprechen und eine lebendige Relevanz zu entfalten, die kein Zufall sein kann.

Ein guter Einstieg für den Start ist das Johannesevangelium, weil es Jesus als den Sohn Gottes besonders direkt vorstellt, klar und persönlich.

Die andere Seite der Beziehung zu Gott ist das Gebet. Nicht als Ritual, sondern wirklich im Sinne eines persönlichen Gesprächs. Die Bibel ist Gottes Reden an uns. Das Gebet ist unser Reden zu ihm. Gott ist keine abstrakte Kraft, die man mit den richtigen Formeln aktiviert. Er ist eine Person, die dir zuhört, weil sie dich liebt. Und in der Bibel lädt er immer wieder dazu ein, einfach zu ihm zu reden – ehrlich, direkt, ohne Fassade:

„Sorgt euch um nichts, sondern betet um alles. Sagt Gott, was ihr braucht, und dankt ihm. Ihr werdet Gottes Frieden erfahren, der größer ist, als unser menschlicher Verstand es je begreifen kann. Sein Friede wird eure Herzen und Gedanken im Glauben an Jesus Christus bewahren.“

Die Bibel, Philipper 4,6-7

„Betet um alles“. Nicht nur in den großen Momenten. Nicht nur in der Krise. Sondern im Alltag und auch in den kleinen Dingen und Fragen des Lebens.

Was du brauchst – und was nicht

Du brauchst keine besondere Ausbildung, um die Bibel zu lesen. Du brauchst keine religiöse Einrichtung oder andere Menschen als Vermittler zwischen dir und Gott. Du brauchst keine perfekte Tagesform. Du darfst einfach beten und so vor Gott treten, wie du bist. Du brauchst auch keine Angst zu haben, dass Gott dich wegschickt, wenn du mit Fragen oder Zweifeln kommst.

Was du brauchst, ist Ehrlichkeit. Und der Willen, wirklich mit Gott in Frieden leben zu wollen. Was er dann tun wird, hat er uns bereits vorab klar zugesagt:

„Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit!“

Die Bibel, Matthäus 28,20

Eins noch

Die gute Botschaft von Jesus Christus ist am Ende eine Einladung, ein Angebot Gottes an dich. Und wie bei jeder anderen Einladung und jedem anderen Angebot auch, wird nichts passieren, wenn du nicht darauf reagierst.

Wie also entscheidest du dich?