Glaube an den Gott der Bibel

Wenn du inzwischen überzeugt bist, dass es einen persönlichen Schöpfer gibt, bleibt eine entscheidende Frage offen: Welche Beschreibung dieses Gottes stimmt eigentlich? Es gibt viele religiöse und spirituelle Vorstellungen davon, wer oder was „Gott“ ist – und sie können nicht alle gleichzeitig zutreffen. Was macht ausgerechnet die Bibel glaubwürdig?

Ein erster Hinweis: Die Bibel ist kein einzelnes Buch, sondern eine Sammlung von 66 Büchern, geschrieben von etwa 40 verschiedenen Autoren: Königen, Gelehrten, Ärzten, Hirten, Fischern, Bauern und anderen. Sie wurde über einen Zeitraum von mehr als 1.500 Jahren geschrieben, auf drei Kontinenten, in mehreren Sprachen. Und trotzdem erzählen alle diese Texte eine einzige, durchgehende Geschichte, die auf ein einziges großes Ziel zuläuft – und dieses Ziel ist eine Person: Jesus Christus. Kein menschlich organisiertes Komitee hätte das über so viele Generationen hinweg koordinieren können.

Ein zweiter, noch handfesterer Hinweis: erfüllte Prophetie. Wir haben das an anderer Stelle ausführlich an einem Beispiel durchgearbeitet – Jesaja 53, geschrieben rund 700 Jahre vor Christus, beschreibt sein Leiden, seinen Tod und seine Auferstehung mit verblüffender Genauigkeit. Das ist kein Einzelfall, sondern nur eins von hunderten Beispielen konkreter, nachprüfbar erfüllter Vorhersagen der Bibel.

Und dann kommt noch hinzu, dass die Bibel – vor allem das Neue Testament – mit weitem, weitem Abstand das am besten belegte Buch der Antike ist. Hat es einzelne Kopierfehler oder sogar bewusste Manipulationsversuche der Bibel gegeben? Ja, das hat es – aber vergleichsweise sehr wenig. Auch sind dermaßen viele Bibeln und Bibelteile erhalten, dass Historiker die wenigen Abweichungen durch gründliches Abgleichen längst identifiziert haben. Wer die Glaubwürdigkeit der Bibel als ein historisches Dokument ablehnt, der muss daher alle (ja, alle!) erhaltenen Werke der Antike verwerfen (Cäsar, Aristoteles, Plato etc.), denn keines kann der Bibel hier auch nur ansatzweise das Wasser reichen.

Das ist der Unterschied zur bloßen Selbstbehauptung: Die Bibel sagt nicht nur über sich selbst, dass sie von Gott stammt. Ihre Glaubwürdigkeit als historisches Dokument ist erwiesen und sie liefert gleich eine ganze Reihe wissenschaftlich nachprüfbarer Argumente, die den Anspruch der Bibel unterstreichen:

„Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.“

Die Bibel, 2. Timotheus 3,16-17

Die Bibel ist Gottes Wort – und kann uns „zu jedem guten Werk völlig ausrüsten“. Diese Aussage steht auf einem Fundament überprüfbarer – und vielfach geprüften – Beweise. Und diese Aussage ist auch wiederum überprüfbar. Natürlich nicht mehr wissenschaftlich. Aber individuell. Wenn Gott eine Person ist, dann wirst du ihn durch das Lesen der Bibel kennenlernen können. Wenn sein Wort die Kraft hat, Menschen „zu jedem guten Werk auszurüsten“, dann müsstest du durch das Lesen der Bibel merken, ob sie die Argumente hat, dein Denken und dein Leben in eine gute Richtung zu lenken.

Auch hier fordert der Gott, der sich uns in der Bibel vorstellt, wieder keinen blinden Glaubensschritt, sondern im Gegenteil eine bewusste Auseinandersetzung. Du darfst und sollst deinen Verstand gebrauchen, wenn du die Bibel liest. Du darfst deine Fragen stellen, deine Vergangenheit mitbringen – und du darfst annehmen, dass die Bibel, wenn sie Gottes Wort ist, tatsächlich auf alles Antworten hat, die Sinn ergeben. Und Gott lädt auch dich ein, sein Wort zu prüfen:

„Forscht nach im Buch des HERRN und lest es! Nicht eines von alledem wird fehlen; zu keinem Wort wird man die Erfüllung vermissen; denn mein Mund ist’s, der es befohlen, und sein Geist ist’s, der sie gesammelt hat.“

Die Bibel, Jesaja 34,16