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Im ersten Post dieser Serie haben wir gesehen, dass die Frage „Bin ich gut genug?“ in eine Sackgasse führt. Im zweiten haben wir dann die Frage gestellt, die wirklich zählt: „Wie kann ich gerettet werden?“ – und die Antwort entdeckt: Glaube an Jesus Christus!

Aber jetzt kommt eine Folgefrage, die viele Menschen beschäftigt – auch wenn sie sie vielleicht nicht so klar sehen oder formulieren: Was ändert sich, wenn ich diesen Weg gehe?

Die kompakte Antwort der Bibel

Paulus schreibt in seinem zweiten Brief an die Gemeinde in Korinth:

„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!“

Die Bibel, 2. Korinther 5,17

Eine „neue Schöpfung“. Das ist kein frommer Ausdruck dafür, etwas besser geworden zu sein. Das ist ein radikaler Begriff, der von einer tiefgreifenden Veränderung spricht. Paulus verwendet hier dasselbe Wort, das die Bibel im Schöpfungsbericht für die Erschaffung der Welt verwendet. Als Gott die Welt schuf, war da vorher gar nichts – und dann war etwas. Genauso radikal ist es, was Gott in einem Menschen bewirkt, wenn der sich entscheidet, Jesus zu vertrauen.

Das Alte vergeht – und etwas ganz Neues wird.

Was sich wirklich ändert – und was nicht

Ehrlichkeit ist hier wichtig. Denn es gibt ein Missverständnis, das Menschen entweder zu hohe Erwartungen oder schnelle Enttäuschungen beschert.

Was sich nicht ändert, sind unsere äußeren Lebensumstände. Krankheit bleibt Krankheit. Schulden bleiben Schulden. Schwierige Beziehungen bleiben schwierig. Charaktereigenschaften, die man ein Leben lang hatte, verschwinden nicht einfach über Nacht. Auch unsere Art, zu denken, mit Problemen umzugehen und Entscheidungen zu treffen, ändert sich nicht sofort. Und Sünde haftet allen Menschen an, solange sie in dieser Welt sind.

Was sich aber grundlegend ändert ist die Stellung dieses Menschen vor Gott – denn wer Gott ernsthaft um Vergebung seiner Sünden bittet, dem wird restlos vergeben – auch die Sünden von morgen. Damit ist der Mensch dann zwar nicht sündlos aber schuldlos. Und wer bei Gott keine Schuld offen hat, wer also unschuldig ist, der hat seinen Platz im Himmel sicher. Der hat ab diesem Moment auch eine ganz neue, ungetrübte Gemeinschaft mit Gott.

Das sind keine kleinen Dinge. Das ist die fundamentalste Veränderung, die einem Menschen überhaupt passieren kann. Mit einem Schritt vom todgeweihten Feind Gottes zum begnadigten Freund Gottes.

Ein Bild, das es gut beschreibt

Jesus selbst hat in einem Gespräch mit dem Pharisäer Nikodemus ein Bild verwendet, das diesen radikalen Neuanfang sehr treffend beschreibt: Eine Wiedergeburt.

„Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen!“

Die Bibel, Johannes 3,3

Nikodemus war verwirrt. Wie soll ein erwachsener Mensch nochmal geboren werden? Aber Jesus meint natürlich keine körperliche Geburt, sondern eine geistliche, eine innerliche. Das ist ein Neuanfang, der tiefer geht als jede Veränderung des Körpers je sein könnte. Hier beginnt ein völlig neues Leben, das von Gott selbst in Gang gesetzt wird.

Wichtig dabei ist, dass eine Geburt kein Prozess ist, den das Kind selbst steuert. Es wird geboren – passiv – von jemand anderem. Genauso ist auch die neue Schöpfung, von der Paulus hier schreibt. Sie ist nicht das Ergebnis menschlicher Anstrengung, sondern sie ist die Antwort Gottes auf die Entscheidung eines Menschen, Jesus zu vertrauen und um Vergebung seiner Sünden zu bitten.

Was das im Alltag bedeutet

Wenn ein Baby geboren wird, dann ist der kleine Säugling natürlich bereits ein richtiger Mensch. Und doch besteht zwischen dem Menschsein eines Säuglings und dem Menschsein eines Erwachsenen ein himmelweiter Unterschied. Und so, wie bei unseren Kindern dieser Weg Jahre dauert und Wachstum, Lernen, Liebe und Erziehung erfordert, so ist es auch mit dem Christen nach seiner Bekehrung. Sofort und unmittelbar ist er vollkommen erlöst, vollkommen begnadigt, vollkommen mit einem ewigen Wohnrecht im Himmel ausgestattet – und noch vollkommen am Anfang, zu versehen, wer Gott wirklich ist, was ihm alles von Gott geschenkt wurde und was er nun mit diesem neuen Leben anfangen soll. Und auch hier dauert es Jahre, um zu einem im Glauben erwachsenen Christen zu werden. Und auch dieser Weg erfordert inneres Wachstum, Lernen, Umdenken, Erkenntnis der gewaltigen Liebe Gottes für uns und die Erziehung des Wortes Gottes.

Dieses neue Leben beginnt also als eine Art Same, der erst noch aufgehen und wachsen muss, um Frucht zu tragen. Das ist das Leben mit Gott nach der Wiedergeburt.

Paulus beschreibt das Wachsen im Glauben an einer Stelle mit einem ausdrucksstarken Bild:

„Passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.“

Die Bibel, Römer 12,2

Passt euch nicht an die Welt an – aktiv. Sondern lasst euch verwandeln – passiv. So wie deine Rettung aus Gnade geschieht, ohne dass du etwas dazutun kannst, hat auch der Lebensweg mit Gott danach nichts mit unserer Leistung zu tun, sondern alles mit seiner Gnade und seinem Handeln. Wir müssen vor allem lernen, Gott zu vertrauen und ihn machen zu lassen – indem wir ihn suchen in seinem Wort und der Bibel erlauben, in unser Leben zu reden.

Die Bibel zeigt uns diesen Weg – und der Weg hat einen Namen:

„Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!“

Die Bibel, Johannes 14,6

Kennst du den Weg?
Was hält dich dann noch zurück?