Wonach greifst du?

Es gibt Momente, in denen das Leben sich richtig gut anfühlt. Ein unerwartetes Wiedersehen mit einem alten Freund. Ein Abend, der einfach stimmt. Ein Erfolg, auf den man lange hingearbeitet hat. Urlaub. Sonne. Das Gefühl, angekommen zu sein.

Dann vergeht der Moment – und wir greifen nach dem nächsten.

Das ist keine Schwäche, sondern menschlich. Aber es lohnt sich, einmal innezuhalten und zu fragen, warum die Freude, die ich an diesen Dingen finde, immer so flüchtig ist?

Was die Bibel dazu sagt

Der Apostel Johannes schreibt:

„Hört auf, diese Welt und das, was sie euch anbietet, zu lieben! … Denn diese Welt wird von der Sucht nach körperlichem Genuss bestimmt, von gierigen Augen und einem unverschämten Geltungsdrang. Nichts davon kommt vom Vater. Es stammt aus dem Wesen der Welt. Doch diese Welt vergeht mit all ihren Verlockungen. Aber wer den Willen Gottes tut, wird in Ewigkeit leben.“

Die Bibel, 1. Johannes 2,15-17

Unsere Freude ist nicht einfach grundsätzlich flüchtig. Die Dinge, an die wir sie so oft hängen, sind es, die flüchtig sind. Alles, was aus dieser Welt ist, hat es an sich, einfach nicht dauerhaft zu sein – denn die ganze Welt ist es ja auch nicht. Besitz. Gesundheit. Ansehen. Beziehungen. Selbst die schönsten Momente – sie gehen vorbei. Alles, was wir hier zum Genuss finden können – sei es körperlich, für die Augen oder für das Ego – kann uns keine dauerhafte Erfüllung bieten. Das ist das Wesen unserer Welt – Vergänglichkeit.

Das bedeutet natürlich nicht, dass alle diese Dinge immer schlecht oder Sünde sind. Ein schöner Abend mit Freunden ist eine schöne Sache, die wir durchaus in vollen Zügen genießen dürfen. Gutes Essen, ein wunderschönes Morgenrot. Es gibt so viel Schönes in der Welt, dass Gott gemacht hat, damit wir uns daran erfreuen. Aber wenn diese Dinge die einzige Quelle unserer Freude sind, dann ist unser Leben zwangsläufig ein Hinterherrennen nach dem nächsten „Kick“ und bleibende Freude kennen wir nicht.

Was bleibt?

Schau dir noch mal kurz das Ende von unserem Johannes-Zitat oben an. Er sagt: „Wer den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit“ (Johannes 2,17). Nicht die Dinge dieser Welt bleiben. Nicht der Erfolg. Nicht die Erlebnisse. Sondern der Mensch, der in Beziehung zu Gott lebt, der bleibt. Weil er sich mit seinem Leben an Gott hängt.

Und mit der Freude ist es ebenso. Sie ist flüchtig, wenn wir sie an flüchtige Dinge hängen. Aber wer seine Freude an Gott hat, dessen Freude existiert unabhängig von den Umständen des Lebens und ist ebenso bleibend, wie Gott selbst. Schöne Lebensumstände bedeuten dann einfach nur mehr Freude. Schwere Lebensumstände wirken dann mal als Dämpfer – für eine Zeit – aber wie ein Ball, den man unter Wasser drückt, bricht die Freude in Christus, die unter dem Leben liegt, dann auch wieder durch. So wird man auch in schweren Zeiten immer wieder Momente großer, erhebender Freude erleben, obwohl das Leben es ansonsten eigentlich gar nicht hergibt.

Und Jesus hat auch dich mit eingeladen:

„Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben. Vertraut euch meiner Leitung an und lernt von mir, denn ich gehe behutsam mit euch um und sehe auf niemanden herab. Wenn ihr das tut, dann findet ihr Ruhe für eure Seelen.“

Die Bibel, Matthäus 11,28-29

Ruhe für die Seele. Freude in Christus. Frieden über wechselhafte Lebensumstände. Und ein Gott an deiner Seite, der im Alltag mit dir durchs Leben geht und dir beisteht. Das ist tiefer als ein schöner Abend. Tiefer als jeder Erfolg. Tiefer als alles, was diese Welt anbieten kann.

Wonach greifst du?