Die meisten wichtigen Menschen erreicht man nicht einfach so. Es gibt Sekretariate, Anmeldeformulare, Wartezeiten, bei manchen bewirbt man sich regelrecht um Audienzen, die nur den einflussreichsten Menschen vorbehalten bleiben. Bei Gott ist das anders – und manchmal sagt er uns das in der Bibel so direkt, dass man es leicht überlesen kann:
„Der HERR ist gerecht in allen seinen Wegen und gnädig in allen seinen Werken. Der HERR ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn in Wahrheit anrufen; er erfüllt das Begehren derer, die ihn fürchten; er hört ihr Schreien und rettet sie.“
Die Bibel, Psalm 145,17-19
Gott ist denen nahe, die ihn anrufen – die sich also mit ihren Sorgen und Nöten an ihn wenden. Aber er ist nicht nur einigen nahe, sondern allen, die auf direktem Weg zu ihm kommen. Keine Vorauswahl, kein Premium-Zugang für zahlende Mitglieder, keine Vorleistung, keine Audienzen nur für Eliten. Es braucht nicht mal ein formvollendet perfektes Gebet – sondern einfach einen Hilferuf.
Diese wunderbare Einladung spricht Gott im Alten Testament gleich mehrfach aus. Und Jahrhunderte später greift Paulus sie im Neuen Testament ebenfalls auf:
„Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.“
Die Bibel, Römer 10,13
Hier haben wir eine Zusage Gottes, die so klar und unzweideutig formuliert ist, dass es einen Moment braucht, die Tragweite zu erfassen. „Wenn du … dann ich …“, sagt Gott.
Das „Begehren“, der Wunsch, das Anliegen, das Gott hier zugerufen wird, ist Rettung – Rettung von der eigenen Sündenschuld und der ewigen Verdammnis, die sie bringt. So eine Bitte ehrlich vor Gott zu bringen, ist ein Eingeständnis, dass der Mensch erkannt hat, dass die eigene Leistung niemals ausreichen wird – und es ist ein Greifen nach Gottes Gnadengeschenk, das er uns in Jesus Christus angeboten hat.
In dieser Serie haben wir nun einige ganz besondere Zusagen Gottes gesehen: Den Hirten, der dich in finstersten Tälern des Lebens begleitet. Die Quelle, die jeden Durst stillt. Die Nähe zu den Zerbrochenen. Den, der deine Last trägt. Aber all das wird für dich Theorie bleiben, solange du nicht den einen konkreten Schritt gehst, den wir uns heute angesehen haben: Gott tatsächlich anzurufen. Gott deine Sünden zu sagen und ihn um das Geschenk der unverdienten Vergebung zu bitten.
Du musst nicht warten, bis du „bereit“ bist. Bis du alles verstanden hast oder bis sich dein Leben ordentlich genug anfühlt. Die Einladung ist für jetzt. Jeder darf kommen – und einfach sein ganzes Leben mitbringen, so wie es ist.
Denn Gott hat gesagt: „Ich will dein Gebet erhören. Es wird eine Zeit der Gnade für dich geben, einen Tag, an dem du meine Hilfe erfährst! Genau diese Zeit ist jetzt da, der Tag der Rettung ist gekommen.“
Die Bibel, 2. Korinther 6,2
