In dunklen Momenten hilft oft keine Erklärung. Was wirklich trägt, ist die Gewissheit, dass du nicht alleine damit bist, dass jemand da ist, egal wie schwer es gerade ist. Genau das beschreibt eine der bekanntesten Bibelstellen, geschrieben von dem als Hirte aufgewachsenen König David.
„Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. Und wenn ich auch wanderte durchs Tal der Todesschatten, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir.“
Die Bibel, Psalm 23,1.4
„Mir wird nichts mangeln“ heißt hier offensichtlich nicht, dass David keine Schwierigkeiten im Leben hatte. Tatsächlich wurde er zeitweise gejagt, verraten, verlor Kinder. Auch war er an manchem, was ihm, seiner Familie und seinem Volk widerfuhr, nicht schuldlos und hatte große Kämpfe mit der eigenen Schuld. Aber er war nie allein damit. Denn er vertraute seinem Gott und der war stets an seiner Seite. Durch alle Höhen und Tiefen des Lebens.
Der Vers verspricht kein Leben ohne dunkle Täler. Er verspricht etwas anderes. Selbst mitten im „Tal der Todesschatten“ – also selbst mitten in tiefster Not – reicht die Gegenwart Gottes aus. Hier geht es nicht um Erklärungen für das Leid, sondern um Beistand, Annahme, Liebe, Trost und Hilfe.
Dieser Gott-Hirte ist keine vage Redewendung geblieben. Jesus selbst hat sich uns später unter anderem mit genau diesem Bild vorgestellt:
„Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.“
Die Bibel, Johannes 10,11
Ein Hirte, der sein Leben für die Schafe gibt – dahinter steckt weit mehr, als David sich damals vorstellen konnte. David kannte Gott als treuen Begleiter. Wir kennen ihn durch das Kreuz von Jesus Christus auch als jemanden, der tatsächlich gestorben ist, um seine Schafe zu retten.
Aber der Trost dieses Psalms ist kein automatisches Erbe. David konnte so schreiben, weil er in einer echten Beziehung zu diesem Hirten stand. Er kannte ihn wirklich, denn er hat viele Jahre seines Lebens sehr real erlebt, wie Gott ihn bewahrt und geführt hat. Er kannte die Stimme seines Gottes. Er folgte ihm nach. Vertrauensvoll, wie ein Schaf seinem Hirten. Und er ist nie enttäuscht worden.
Die Frage an dich lautet deshalb nicht nur: Glaubst du, dass Jesus der gute Hirten ist? Sondern: Gehörst du zu seiner Herde? Kennst du seine Stimme? Folgst du ihm nach?
„Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.“
Die Bibel, Johannes 10,27-28
