Was ändert sich, wenn du wirklich glaubst?

Gestern haben wir gefragt, was du eigentlich glaubst. Heute geht es um die logische Folgefrage: Was passiert, wenn du glaubst?

Glaube ist kein Schalter, den man umlegt – und dann läuft alles plötzlich anders. Aber echter Glaube ist auch kein Zustand, der einfach losgelöst im Hintergrund vor sich hin tickt, während das Leben weitergeht wie bisher. Wie passt das also alles zusammen?

„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!“

Die Bibel, 2. Korinther 5,17

Neue Schöpfung – das klingt radikal. Ist es auch. Aber in einem sehr positiven Sinn. Aber wie zeigt sich das konkret?

Neues Denken

Der erste und vielleicht erstmal unscheinbarste Wandel passiert im Kopf. Wer wirklich glaubt, fängt an, anders zu fragen. Nicht mehr nur: „Was bringt mir das?“ – sondern: „Was will Gott damit?“ Nicht mehr: „Was denkt die Mehrheit?“ – sondern: „Wie denkt Gott darüber?“ Nicht mehr: „Fühlt sich das gut an?“ – sondern: „Ist das richtig?“

Das ist kein religiöser Gehorsam um seiner selbst willen. Das ist die praktische Konsequenz daraus, dass man Gott wirklich für das hält, was er von sich behauptet: die Wahrheit selbst!

Glaubst du, dass dein Denken diesen Wandel schon erfahren hat?

Neue Prioritäten

Was wir tun ist das ehrlichste Bekenntnis, das es gibt. Vor allem, was du mit deiner freien Zeit machst, wenn niemand sonst hinschaut, zeigt besser als jedes Glaubensbekenntnis, was dir wirklich wichtig ist.

Wer Gott wirklich liebt – mit dem ganzen Denken, wie wir es gestern angeschaut haben – der will auch mehr von ihm kennenlernen. Die Bibel lesen ist dann keine religiöse Pflicht, sondern so wichtig und gleichzeitig selbstverständlich wie das Gespräch mit jemandem, den man liebt.

Klingt das wie deine Erfahrung? Oder wie ein Ideal, das du dir wünschst?
Womit verbringst du deine freie Zeit? Hat Gott und sein Wort, die Bibel, da einen Platz?

Neue Ehrlichkeit

Hier wird es unbequem. Echter Glaube macht ehrlicher – und zwar zuerst mit sich selbst. Die Bibel hat eine erstaunlich direkte Sprache für die Dinge, die zwischen uns und Gott stehen. Sie nennt das Sünde. Nicht um zu verletzen, sondern um zu beschreiben, wie die Realität des Menschseins wirklich ist.

„Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.“

Die Bibel, 1. Johannes 1,8

Wer das ernst nimmt, hört auf, sich selbst etwas vorzumachen. Wer Gott ernst nimmt, hört auch auf, ihm etwas vorzumachen. Das ist keine angenehme Erfahrung – aber eine befreiende.

Bist du ehrlich vor dir selbst und vor Gott mit deinen Sünden?
Suchst du seine Vergebung?

Neue Gelassenheit

Und dann gibt es noch etwas, das viele überrascht: Echten Frieden! Nicht das Fehlen von Problemen, nicht die Abwesenheit von Zweifeln. Sondern eine Grundlage für das ganze Leben, die trägt, wenn alles andere wackelt. Lebenssinn, der an Gottes ewig gültigen zusagen verankert ist, nicht an unserer Leistung oder den vergänglichen Dingen des Lebens, die doch alle spätestens mit dem Tod zusammenbrechen.

„Frieden hinterlasse ich euch; meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch; euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht!“

Die Bibel, Johannes 14,27

Das ist kein frommer Wunsch. Das ist ein Versprechen von jemandem, der die Auferstehung zu bieten hat! Den Frieden, den Jesus dir anbietet, kann nichts aus dieser Welt erschüttern, weil sein Frieden nicht von irgendetwas aus dieser Welt abhängt, sondern allein von ihm.

Was ändert sich also?

Alles! Aber von innen nach außen – nicht umgekehrt.
Nicht: Ich ändere mein Leben, um zu glauben.
Sondern: Ich glaube – und das Leben beginnt sich zu ändern.

Die Frage ist nur: Lässt du das zu?