Obwohl der 2. Johannesbrief nur sehr kurz ist, macht der Apostel Johannes hier doch eine ausgesprochen klare Aussage über die Göttlichkeit von Jesus Christus:
„Viele Verführer [Irrlehrer] sind in die Welt hineingekommen, die nicht bekennen, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist. Jeder, der abweicht und nicht in der Lehre des Christus bleibt, der hat Gott nicht; wer in der Lehre des Christus bleibt, der hat den Vater und den Sohn.“
Die Bibel, 2. Johannes 7.9
Hier haben wir zunächst eine Warnung vor Menschen, die andere Menschen mit einer falschen Lehre vorführen wollen, einer Lüge zu glauben. Diese Lüge ist, dass „Jesus Christus nicht im Fleisch gekommen“ sei.
Was bedeutet das?
„Im Fleisch gekommen“ spricht davon, dass Jesus Christus Mensch wurde und so, in Gestalt eines gewöhnlichen Menschen, in unsere Welt kam. Diese Aussage setzt auch voraus, dass er vorher, bevor er Mensch wurde, auch schon existierte, denn sonst wäre die ganze Sache ja nicht weiter erwähnenswert. Wer also sagt, dass Jesus Christus Mensch wurde, impliziert damit auch, dass er Gott ist.
Noch deutlicher wird Johannes dann mit seinem Nachsatz: „Jeder, der abweicht und nicht in der Lehre des Christus bleibt, der hat Gott nicht; wer in der Lehre des Christus bleibt, der hat den Vater und den Sohn.“ (2. Johannes, Vers 9). Wenn du Gemeinschaft mit Gott, dem Vater haben und ihn anbeten willst, dann geht das nur dann, wenn du Gemeinschaft mit Jesus Christus hast und ihn anbetest. Wäre Jesus also nicht Gott, der Sohn, würde dieser Anspruch auch Exklusivität überhaupt keinen Sinn ergeben und wäre sogar eine gewaltige Gotteslästerung. Nun ist Jesus aber Gott, der Sohn, der Eins ist mit seinem Vater. Wer den einen ablehnt, lehnt also die ganze Gottheit ab. Wer aber den Sohn ehrt, so wie es der Vater angeordnet hat, der ehrt nicht nur den Sohn, sondern auch den Vater.
Es ist so, wie der Herr Jesus gesagt und wie es Johannes in seinem Evangelium aufgezeichnet hat:
Jesus spricht zu ihm: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!“
Die Bibel, Johannes 14,6
