Ein Brief, der auf dich wartet

Stell dir vor, du räumst eines Tages ein altes Zimmer aus. Kisten, Kartons, vergessene Dinge. Und ganz unten, unter allem anderen, findest du einen Brief. Ungeöffnet. Mit deinem Namen drauf.

Du erkennst die Handschrift nicht sofort. Aber dann siehst du den Absender – und es verschlägt dir den Atem. Denn dieser Brief kommt von jemandem, dem du alles verdankst. Der dich besser kennt als du dich selbst. Der dich geliebt hat, als du es am wenigsten verdient hattest.

Und der Brief lag da einfach. Jahrelang. Ungeöffnet…

Was die Bibel wirklich ist

Die Bibel wird oft als religiöses Buch beschrieben. Als historisches Dokument. Als Grundlage einer Weltreligion. Das stimmt alles – aber es greift zu kurz.

Die Bibel ist ein Brief. Adressiert. Persönlich. An dich.

Nicht an die Menschheit im Allgemeinen, irgendwo da draußen. Sondern an den Menschen, der gerade darin Zeilen liest. Sie richtet sich ganz persönlich an dich. Mit deiner Geschichte. Deinen Fragen. Deinen Wunden. Deiner Schuld. Deiner Sehnsucht.

„Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.“

Die Bibel, Hebräer 4,12

Lebendig – und wirksam. Das sind keine frommen Adjektive. Das ist eine Aussage über die Natur dieses Buches. Es redet. Es trifft. Es antwortet auf Fragen, die du noch gar nicht laut gestellt hast.

Was die Bibel wirklich will

Viele Menschen kennen die Bibel vom Hörensagen. Aus der Schule. Aus der Kirche. Aus Zitaten, die irgendwo auftauchen. Aber sie haben sie nie selbst gelesen. Nie selbst aufgeschlagen und einfach angefangen.

Warum eigentlich nicht?

Jesus hat gesagt:

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht!“

Die Bibel, Matthäus 4,4

Aber wie der Brief in unserer Einleitung oben hat Gott die Bibel nicht geschrieben, damit du sie ins Regal stellst oder dir von anderen Menschen ihren Inhalt auslegen lässt – so hilfreich das auch sein kann. Aber zuerst und vor allem hat Gott die Bibel geschrieben, damit du sie liest. Selbst. Mit eigenen Augen. Damit du über sein Wort nachdenkst. Selbst. Mit deinem eigenen Verstand, aus deinem eigenen Blickwinkel, mit deiner Prägung und deinen ganz eigenen Fragen.

Du brauchst dafür keine besondere Vorbildung. Keine Erlaubnis. Keinen Experten, der dir sagt, was du denken, fühlen oder tun sollst. Und denk mal an die Männer, die sich Jesus erwählt hat, damit sie ihm nachfolgen. Seine Jünger, die späteren Apostel, waren fast alle einfache Leute – Fischer, Handwerker und dergleichen. Wenn du Gott selbst in dein Leben reden lässt, dann darfst du dir sicher sein, dass er durchaus in der Lage ist, sich verständlich zu machen. Hör ihm einfach zu.

„So soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht: Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe!“

Die Bibel, Jesaja 55,11

Öffne den Brief

Du weißt jetzt, dass er da ist. Du weißt, von wem er kommt. Du weißt, dass er an dich adressiert ist.

Was hält dich noch davon ab, selbst Bibel zu lesen?