Es gibt eine Frage, die viele Menschen im Stillen beschäftigt – manchmal bewusst, manchmal als dumpfes Gefühl im Hintergrund: Kann Gott mich wirklich lieben? Manches an mir ist ganz und gar nicht liebenswert…
Dahinter steht meistens die Annahme, dass Gottes Liebe an Bedingungen geknüpft ist und damit von uns abhängt. Von dem, was wir tun. Von dem, was wir leisten. Von dem, wer und was wir sind – oder waren.
Aber genau das stimmt nicht.
Nichts trennt
Paulus schreibt im 8. Kapitel seines Briefs an die Christen in Rom einen der gewaltigsten Sätze des gesamten Neuen Testaments:
„Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“
Die Bibel, Römer 8,38-39
Paulus listet alles auf, was uns von dieser Liebe trennen könnte. Tod. Die Probleme des Lebens. Engel. Mächtige Herrscher. Unsere Versuchungen und Sünden von heute. Die Sorgen über die Zukunft. Alles, was sich in den Höhen und Tiefen von Raum und Zeit verbirgt. Jedwede Kreatur, egal was sie ist. Der Apostel lässt keine Lücke. Und sein Befund ist eindeutig: Nichts schafft es. Nichts kann Gottes Liebe zu uns aufheben. Nicht einmal unsere eigenen Sünden und Fehler.
Das ist keine fromme Phrase. Was uns die Bibel hier gibt, ist ein konkreter Rechtsbefund – über eine Liebe, die nicht von uns ausgeht und deshalb auch nicht von uns abhängt.
Warum diese Liebe?
Woher kommt diese Liebe überhaupt? Was ist ihr Grund?
In dieser Serie haben wir gesehen, was Gott für alle bereit hält, die sich Jesus anvertrauen: Heilsgewissheit, Frieden mit Gott, ein unverdienter aber dennoch endgültiger Freispruch, ewiges Leben, Adoption in Gottes Familie, ein vorbereitetes Zuhause im Himmel. Das ist eine gewaltige Liste. Aber diese Dinge sind nicht der Grund für Gottes Liebe. Sie sind „nur“ die Folge.
Der Ausgangspunkt ist dieser:
„Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.“
Die Bibel, Johannes 3,16
Nicht: Gott liebt die, die ihn zuerst lieben. Nicht: Gott liebt die, die sich das verdient haben. Sondern: Gott liebt die Welt, die ganze Menschheit, die er gemacht hat – und zwar bevor irgendwer irgendetwas getan hatte, sei es gut oder böse. Diese Liebe ist der Grund für alles andere. Sie war da, bevor wir existierten. Sie ist die Ursache für Gottes Erbarmen mit uns Menschen, das wiederum zum Kreuz von Jesus Christus geführt hat und dem wunderbaren Geschenk der unverdienten Vergebung der Sünden.
Ein Geschenk, das wartet
Alles, was wir bisher in dieser Serie betrachtet haben, ist der Inhalt dieses gewaltigen Geschenks. Gegeben aus Liebe. Bezahlt durch das Kreuz. Erreichbar für jeden.
Das Entscheidende ist: Gott liebt uns viel zu sehr, als dass er unseren freien Willen übergehen oder übersteuern würde. Seine Gnade ist wirklich im Sinne des Wortes ein Geschenk – und nur du entscheidest, ob du seine Liebe erwidern und das Geschenk damit annehmen willst.
„Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.“
Die Bibel, Johannes 3,16
