Woher kommt das?

Es gibt Momente, die einen innehalten lassen. Ein Sonnenuntergang, der den Himmel in Farben taucht, die man nicht beschreiben kann. Ein Gebirgszug, der einen klein werden lässt – auf eine Weise, die sich seltsam gut anfühlt. Musik, die unerwartet mitten ins Herz trifft. Der Frieden im Gesicht eines schlafenden Neugeborenen.

In solchen Momenten denkt kaum jemand an Alltag oder Pflichten. Man ist einfach da. Staunend.
Und dann – manchmal – kommt ganz leise eine Frage: Woher kommt das eigentlich?

Eine Frage, die weiterführt

Schönheit ist seltsam. Sie ist nicht notwendig, damit alles im Universum funktioniert. Und doch ist überall große Schönheit zu finden. Im ganz Kleinen wie im ganz Großen und überall dazwischen. Die Welt ist voll davon. Auch da, wo sie normalerweise niemand sieht. Es ist, als wäre sie absichtlich in die Welt hineingelegt worden.

Und nicht nur das: Wir Menschen haben auch die Fähigkeit, Schönheit wahrzunehmen. Und uns daran zu erfreuen. Von ihr bewegt zu werden. Auch das wäre eigentlich nicht notwendig, damit menschliches Leben funktioniert – sollte man denken. Ein rein biologisches Wesen bräuchte das jedenfalls nicht.

Die Bibel gibt auf beides eine Antwort – warum es Schönheit überhaupt gibt und warum wir sie erkennen und genießen können.

„Der Himmel erzählt die Herrlichkeit Gottes, und das Himmelsgewölbe verkündet seiner Hände Werk.“

Die Bibel, Psalm 19,2

Weder die Welt, noch die Schönheit darin, noch unsere Fähigkeit, uns darüber zu freuen, sind Zufall. Sie wurden so gemacht – und wir auch – und zwar mit einem Plan und einer Absicht dahinter. Die Schöpfung erzählt. Sie spricht zu uns. Unter anderem in der Sprache der Schönheit. Und wir können sie hören – und verstehen was sie uns sagt: Wir haben einen herrlichen, unfassbar kreativen Schöpfer-Gott und er will, dass wir ihn erkennen – und uns freuen können.

Paulus schreibt uns:

„Das von Gott Erkennbare ist unter ihnen [den Menschen] offenbar, da Gott es ihnen offenbar gemacht hat; denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an dem Gemachten durch Nachdenken wahrgenommen.“

Die Bibel, Römer 1,19-20

Gottes unsichtbares Wesen – sichtbar gemacht in dem, was er geschaffen hat. Die Schönheit der Welt ist kein Zufall. Sie ist ein Fingerzeig. Nicht zuletzt auch für die Güte Gottes, der uns so viel Freude schenkt.

Was das bedeutet

Wenn du das nächste Mal vor einem Sonnenuntergang stehst und dieses unbestimmte Staunen fühlst – oder wenn dich irgendwo anders große Schönheit innehalten lässt – dann denk daran, dass es nur ein wunderschönes Hinweisschild ist, ein Wegweiser – zu jemandem, der in der ganzen Person noch viel, viel schöner ist als alles, was diese Welt zu bieten hat. Es ist eine Einladung.

„Von Anfang an war es sein Plan, dass die Völker Gott suchen und auf ihn aufmerksam werden sollten und ihn finden würden – denn er ist keinem von uns fern. Durch ihn allein leben und handeln wir, ja, ihm verdanken wir alles, was wir sind.“

Die Bibel, Apostelgeschichte 17,27-28

Der, der alles gemacht hat, ruft dich nicht zu schweren Pflichten oder trockenen Ritualen. Er ruft dich zu noch größerer Freude – in einer persönlichen Beziehung. Schönheit ist Gottes Handschrift in der Welt. Und in dieser Welt finden wir auch ein ganz besonderes Buch, das er für uns geschrieben hat – die Bibel. Und so wie es Gott gefallen hat, seine Schöpfung zu machen, dass er darin erkennbar ist, so hat es ihm auch gefallen, dass wir ihn durch sein Wort kennenlernen und ihn begegnen können.

„Forscht nach im Buch des HERRN und lest es!“

Die Bibel, Jesaja 34,16