Ich war Atheist. Naturwissenschaft, Evolution, rationales Weltbild – das war mein Fundament. Für Gott war da kein Platz. Kein Bedarf.
Die Bibel? Ein altes religiöses Buch, das seine Relevanz vor Jahrhunderten verloren hatte, als die modernen Wissenschaften aufkamen.
Dann fing ich aber doch an, sie zu lesen. Nicht aus Glauben. Eher aus der Erkenntnis heraus, dass es nicht wissenschaftlich war, etwas abzulehnen, das ich gar nicht kenne. Aber ich war auch überzeugt, dass es nicht lange dauern würde, bis ich meine bisherige Ablehnung der Bibel ruhigen Gewissens wieder aufnehmen könnte, auf dem soliden Boden geprüfter Fakten.
Was dann passierte, hatte ich nicht erwartet…
Alte Weisheit
Nach einiger Zeit saß ich da mit einer Frage, die mich nicht mehr losließ:
Warum ist die Welt so, wie sie ist?
Das war keine philosophische Spielerei, sondern ganz konkret. Warum scheitern Gesellschaften, obwohl kluge Menschen sie gestalten? Warum gibt es Korruption in jedem System, auf allen Ebenen, unter jedem Regime, auf jedem Kontinent? Warum führen Menschen Kriege, obwohl wir alle wissen, was Krieg kostet? Warum sind Rassismus, Hass und Egoismus nicht verschwunden – trotz Aufklärung, Bildung, Gesetzen?
Und warum sah ich, wenn ich ehrlich in meine eigene Vergangenheit blickte, dieselben Muster? In meinen Gedanken, meinen Entscheidungen, meinen Motiven?
Die Bibel hatte eine Antwort darauf. Eine sehr alte Antwort. Und sie passte. Perfekt. Präzise. Schonungslos klar. Und schmerzhaft offensichtlich die Wahrheit: Sünde – nicht als religiöses Schimpfwort, sondern als nüchterne Beschreibung des menschlichen Zustands.
Die Bibel beschreibt von Anfang bis Ende, was passiert, wenn Menschen sich selbst zum Maßstab machen. Was das mit ihnen macht. Mit ihren Prioritäten. Mit ihren Familien. Mit ihrem ganzen Umfeld. Mit ganzen Gesellschaften. Überall dasselbe Muster.
„Der ganze Inhalt deines Wortes ist Wahrheit, und ewig gilt jede Verordnung deiner Gerechtigkeit.“
Die Bibel, Psalm 119,160
Einzigartig
Ich kannte – und kenne bis heute – kein anderes Buch, keine andere Theorie, keine andere Religion oder Weltanschauung, die die Realität des menschlichen Lebens mit allen Höhen und Tiefen so klar, so konsistent, so zutreffend und so einleuchtend erklärt hätten.
Langsam aber unaufhaltsam, im Grunde gegen meinen Willen, dämmerte mir, dass ich mich geirrt hatte: Die Bibel war nicht wirklich alt – im Sinne von veraltet – sondern sie ist zeitlos, ewig wahr.
Das war kein so ganz angenehmes Lesen mehr. Es wurde anstrengend – intellektuell, emotional. Aber aufhören wollte und konnte ich nicht. Die Bibel hatte mich förmlich gepackt. Irgendwo tief in mir wusste ich: Wenn dieses Buch die zeitlosen Tatsachen des Menschseins so treffend beschreibt – dann lohnt es sich, auch alles andere ernst zu nehmen, was der Autor zu sagen hat.
„Was in der Heiligen Schrift vor langer Zeit aufgeschrieben wurde, gilt uns, damit wir daraus lernen. Es ermutigt und tröstet uns, damit wir unsere Hoffnung auf Gottes Zusagen setzen und daran festhalten.“
Die Bibel, Römer 15,4
Was dieses Buch mit Menschen macht
Die Bibel verändert Menschen – nicht weil sie ein Motivationsbuch ist, sondern weil sie die Wahrheit sagt. Über die Welt. Über den Menschen. Und über den Gott, der beides gemacht hat und der uns liebt. Und über Jesus, den Sohn Gottes, der am Kreuz für unsere Sünden starb und wieder auferstand, um uns aus unserem jämmerlichen Zustand zu retten.
Wer die Bibel liest, der findet sich selbst darin. So, wie er wirklich ist – und das ist nicht angenehm. Aber wer ehrlich mit sich selbst ist, der kann überall in seinem Leben sehen, dass die Diagnose der Bibel stimmt. Wer dann weiterliest, der findet dann auch noch etwas anderes: Einen Gott, der das alles weiß, und trotzdem nie aufgehört hat, uns Menschen nachzugehen – und der uns trotz allem die Hand zur Versöhnung gereicht hat.
Lies selbst nach
Du musst mir das nicht glauben. Aber diese Sache ist zu wichtig, um sie nicht nachzuprüfen. Und alles, was du dazu tun musst, ist selbst die Bibel aufzuschlagen. Fang einfach irgendwo an.
Mein Einstieg war das Johannesevangelium und das kann ich nur jedem empfehlen. Oder starte mit den Psalmen, wenn du vielleicht gerade in einer schweren Zeit bist. Nimm dir die Zeit, es lohnt sich sehr! Aber lies selbst und lies mit deinen eigenen Fragen im Gepäck. Mit deinen Sorgen. Mit deiner Skepsis. Mit deiner Geschichte. Und schau, was passiert.
Lies Bibel!
