Vielleicht gibt es etwas Übernatürliches?

Wer überzeugt ist, dass das Universum und das Leben nicht nur blinder Zufall sein können, sondern dass es da mehr geben muss, steht vor einer offenen Frage: Was könnte dieses „Mehr“ sein?

Zwei nüchterne, wissenschaftliche Beobachtungen bringen genau diese Frage auf den Tisch.

Erstens: Das Universum hatte einen Anfang. Das ist etablierter Konsens in der Physik. Raum, Zeit, Materie und Energie entstanden alle gemeinsam in einem einzigen Moment, einem Ereignis, das die Wissenschaft „Urknall“ genannt hat. Nun ist aber eines der grundlegendsten Prinzipien der Naturwissenschaften, dass jedes Ereignis eine Ursache haben muss. Und es gibt keinen Grund, warum dieses Prinzip ausgerechnet bei dem Mega-Ereignis des Urknalls nicht gelten sollte.

Für die Wissenschaften ist das ein höchst interessantes und nicht unproblematisches Dilemma, denn was wir erforschen können ist eben an Raum, Zeit, Materie und Energie gebunden. Da aber alle diese Dinge im Urknall erst entstanden, muss die Ursache des Urknalls – zwangsläufig – außerhalb von Raum, Zeit und Materie liegen und über einer schier unvorstellbare Macht verfügen.

Zweitens: Die physikalischen Grundkonstanten unseres Universums – wie die Lichtgeschwindigkeit, das Verhältnis von Materie zu Antimaterie usw. – sind mit einer solchen Präzision aufeinander abgestimmt, die selbst viele säkulare Physiker als absolut bemerkenswert bezeichnen. Sie ist tatsächlich dermaßen unwahrscheinlich, dass der große Lottogewinn im Vergleich fast als absolut sicher erscheint. Und schon kleinste Abweichungen in diesen Werten hätten ein Universum ergeben, in dem niemals Sterne, Planeten oder gar Leben existieren könnte.

Dazu ein Gedanke des kanadischen Philosophen John Leslie (*1940) aus seinem Buch „Universes“ (1989), hier sinngemäß übersetzt:

Angenommen, Sie werden vor ein Erschießungskommando aus 50 professionellen Scharfschützen gestellt. Das Kommando erhält den Befehl zu feuern. Sie hören das ohrenbetäubende Geräusch der Gewehre, merken aber im nächsten Moment, dass Sie völlig unverletzt sind. Alle 50 Schützen haben vorbeigeschossen.

Wie würden Sie reagieren? Würden Sie einfach sagen: ‚Nun ja, wenn sie mich getroffen hätten, wäre ich jetzt nicht hier, um mich darüber zu wundern, also gibt es hier nichts zu erklären‘? Nein! Die Tatsache, dass Sie noch am Leben sind, ist zwar eine notwendige Voraussetzung dafür, dass Sie sich überhaupt wundern können – aber sie erklärt nicht, warum alle vorbeigeschossen haben. Ein solch extrem unwahrscheinliches Ereignis schreit nach einer Erklärung: Jemand muss die Schützen absichtlich angewiesen haben, danebenzuzielen.

Worauf weisen uns diese beiden wissenschaftlichen Beobachtungen hin?

Jedenfalls nicht direkt auf den Gott, den uns die Bibel als eine Person vorstellt. Aber die Beweislage deutet doch sehr deutlich auf die notwendige Existenz von – irgendetwas – hin, was wir mindestens als „übernatürlich“ oder „transzendent“ beschreiben müssen. Und das ist kein blinder Glaubenssprung, sondern einfach kühle Logik.

Wenn aber die Naturwissenschaften per Definition ungeeignet sind, diese wichtigsten Grundlagen unserer Existenz zu erfassen, ist es auch logisch, sich anderswo nach möglichen Antworten umzusehen. Und da ist die Bibel mit ihrer einmaligen Geschichte ein sehr guter Startpunkt. Denn sie sagt uns sogar explizit (in einem Text, der vor ca. 2.000 Jahren geschrieben wurde), dass wir durchaus erwarten dürfen, in den Gesetzmäßigkeiten und Mechanismen des Universums und des Lebens klare Hinweise auf einen Schöpfer zu finden:

„Seit Erschaffung der Welt haben die Menschen die Erde und den Himmel und alles gesehen, was Gott erschaffen hat, und können daran ihn, den unsichtbaren Gott, in seiner ewigen Macht und seinem göttlichen Wesen klar erkennen. Deshalb haben sie keine Entschuldigung dafür, von Gott nichts gewusst zu haben.“

Die Bibel, Römer 1,20

Das ist eine steile Behauptung – aber inzwischen haben unsere modernen Wissenschaften längst eine ganze Reihe überaus deutliche Hinweise dieser Art gefunden. Ob nun aber der Gott, der sich uns in der Bibel vorstellt, hinter unserer Schöpfung steht, kannst du nur herausfinden, wenn du die Bibel selbst liest und dich ihrer eigenen Beweisführung stellst.

Soviel können wir an dieser Stelle versprechen: Du wirst überrascht sein!

„Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden. Ja, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt, will ich mich von euch finden lassen. Das verspreche ich, der HERR.“

Die Bibel, Jeremia 29,13-14