Verpasst man als Christ etwas?

„Als Christ verpasst man etwas!“ Dieser Spruch ist ein Standardsatz, dem man häufig begegnet. Auch Sätze wie: „Ich glaube an Gott, aber sonntags in die Gemeinde/Kirche gehen, das ist nichts für mich“, oder: „Dann darf ich ja gar nichts mehr machen!“ hört man häufig. Das Christsein wird dabei als „Spaßbremse“ betrachtet, von dem man deshalb lieber Abstand hält. Doch ist das wirklich so? Und geht es im Leben etwa nur darum, Spaß zu haben? Ich möchte erklären, warum das freiwillige Leben mit Jesus Christus nicht einschränkt, sondern frei macht.

Wenn nun der Sohn euch frei machen wird, so werdet ihr wirklich frei sein.

Die Bibel, Johannes 8,36

Im Zusammenhang der Aussage Jesu im Tagesvers geht es um Sünde, also um einen Zustand, der viel größere Probleme bereitet als zum Beispiel Langeweile. Denn das Übertreten der Gebote Gottes macht im Grunde alles kaputt, und solche, die dabei auch noch Spaß haben, werden am Ende bitter auskosten müssen, was sie gesät haben. Spätestens dann vergeht aller Spaß. Jesus wusste das. Und deshalb empfahl er den Menschen, dass sie sich an ihn wenden, um von der Sünde und ihren Folgen befreit zu werden. Das ist der erste Sinn und Zweck, wenn man Christ wird, d. h., völlig auf die Seite Jesu zu treten und sich ganz auf ihn und seine Rettung zu verlassen.

Das bedeutet, dass die Schuld weggenommen ist und das Verlangen, etwas zu erleben und Spaß zu haben, mich nicht mehr bestimmt. Seitdem der Herr Jesus in meinem Leben präsent ist, darf ich diese besondere Freiheit genießen. Aus Liebe zu ihm und aus Dankbarkeit für alles, was er für mich getan hat, versuche ich, mein Leben völlig nach ihm auszurichten. Das ist keineswegs langweilig und einschränkend, sondern spannend und erfüllend. Ich fühle mich geborgen und für ewig sicher und frei, so wie es der Tagesvers heute sagt.

Die entscheidende Frage ist doch: Was verpasse ich, wenn ich mich nicht für Jesus entscheide?

Wer das Christsein gering schätzt, zeigt im Grund, dass er sich selbst für wenig wert achtet.


Gabriel Herbert, Leben ist mehr