Es war eine der dunkelsten Nächte im Leben der Jünger. Es war die Nacht vor der Kreuzigung. Jesus hatte gerade angekündigt, dass er am Kreuz sterben und dann zu seinem Vater gehen würde – und sie verstanden es nicht so recht. Verwirrung, Angst, das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren.
Mitten hinein in diese Situation sagte Jesus:
„Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.“
Die Bibel, Johannes 14,1-3
Das ist kein dogmatischer Lehrvortrag über das Jenseits. Das ist eine konkrete Perspektive für die Jünger, ein ganz praktischer Trost, denn mitten in dieser Nacht voller Unsicherheit hob Jesus damit ihren Blick über die unmittelbar bevorstehenden Ereignisse hinaus – und zeigte den Jüngern ihre wahre Heimat im Himmel, wo sie später unausweichlich ankommen würden.
Wer wohnt wo – und warum?
Im letzten Post haben wir gesehen, dass alle, die Jesus wirklich vertrauen, zu Kindern Gottes werden. Nicht zu Gästen, auf Zeit im Himmel. Nicht zu Dienern im Himmel, die dort nur so lange einen Platz haben, wie sie ihre Leistung bringen. Sondern als vollwertige Mitglieder von Gottes eigener Familie. Und damit einher geht ein ganz selbstverständliches, bedingungsloses und ewiges Wohnrecht im Himmel.
Diese Wohnungen, die Jesus vorbereitet, sind die direkte Folge davon. Das sind kein Gästezimmer auf Zeit. Keine Dienstwohnung, die an Leistung gebunden ist. Sondern es sind dauerhafte Wohnungen, die ganz persönlich für die Kinder des Höchsten vorbereitet und auf ewig vergeben werden.
Vorbereitet für dich
„Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten“ – das ist eine sehr persönliche Aussage. Nicht: Irgendwo finden wir dann einen Platz für euch. Nicht: Engel bereiten das vor. Sondern: Ich bereite das persönlich für euch vor. Jesus – Schöpfergott in Menschengestalt – kümmert sich selbst darum, dass jeder Mensch, der sich von ihm retten lässt, im Himmel auch eine ganz speziell für ihn gemachte Wohnung vorfinden wird.
Und das Ziel dabei ist nicht nur ein Ort zum Wohnen im Himmel. Das Ziel ist Nähe und Gemeinschaft mit ihm selbst: „damit auch ihr seid, wo ich bin.“ Die eigentliche, große Verheißung ist also gar nicht mal das Haus – es ist die unmittelbare Nähe zu dem, der es vorbereitet.
Wohlgemerkt: Das ist keine Belohnung für besondere Leistungen im Leben. Im Himmel wird es keine bessere Wohnlage für bessere Christen geben. Diese Wohnungen im Himmel sind ganz einfach die Vollendung einer ganz persönlichen Beziehung, die schon im Hier und Jetzt beginnt – für jeden, der sich Jesus anvertraut.
Wird dort ein Platz für dich vorbereitet?
Jeder Mensch ist eingeladen, sich mit seinem Leben und seiner ganzen Person Jesus anzuvertrauen und um Vergebung zu bitten. Und was auch immer da ist, in deinem Leben, das vor Gott nicht in Ordnung ist, es wird vergeben werden.
Die Entscheidung liegt bei dir. Die Erfüllung hingegen liegt ganz bei dem, der die Verheißung gegeben hat.
„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen.“
Die Bibel, Johannes 5,24
