Aus Feinden werden Freunde

Der Mensch ist von Natur aus nicht in Frieden mit Gott. Nicht weil Gott feindselig wäre, sondern weil wir Menschen ihn ablehnen. Wir wollen selbst bestimmen, was Gut und Böse, was Richtig und Falsch ist. Wir gehen unseren eigenen Weg. Die Bibel nennt das Sünde. Und Sünde trennt uns von Gott, wie eine Barriere, denn sie führt uns immer weiter von ihm fort.

Feinde Gottes, das sind wir Menschen. Aber es gibt mehr als eine Art, seine Feinde loszuwerden. Und Gott hat sich festgelegt, welche Methode er bevorzugt: Wenn Feinde zu Freunden werden.

Ein neuer Frieden, den Gott selbst macht

Paulus schreibt im Römerbrief ohne Umschweife:

„Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, wie viel mehr werden wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben!“

Die Bibel, Römer 5,10

Feinde. Das ist ein hartes Wort. Aber es beschreibt die Wirklichkeit: Wer Gottes Autorität ablehnt, sein Wort ignoriert, seine eigene Meinung als höchsten Maßstab setzt, der lebt in Rebellion gegenüber unserem Schöpfer.

Gott auf der anderen Seite – heilig, allwissend und allmächtig – hätte die gesamte Menschheit schon vor langer Zeit aburteilen und vernichten können. Das wäre völlig gerecht gewesen. Stattdessen hat er sich jedoch für einen ganz anderen Weg entschieden – einen, den unser menschliches Denken kaum fassen kann: Er ist mit dem Kreuz seines Sohnes komplett in Vorleistung gegangen und hat uns Menschen damit die Möglichkeit erkauft, auf einem ganz anderen Weg zu Gott zu kommen.

Das ist der Weg der völlig unverdienten Vergebung unserer Schuld. Ganz aus Gnade. Das ist der Weg, auf dem Feinde Gottes tatsächlich zu seinen Freunden werden – wenn sie nur darum bitten.

Frieden, der hält

„Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.“

Die Bibel, Römer 5,1

Was diesen Frieden so besonders und dauerhaft macht, ist die Grundlage, auf der er steht. Er hängt in keinem Detail von uns ab. Nicht an unserem Verhalten an einem bestimmten Tag. Nicht an unserer Leistung. Er hängt ausschließlich am Kreuz und der Wiederauferstehung von Jesus Christus. Damit hat Gott sich vorab festgelegt – und uns Menschen die Entscheidung über unser Schicksal in die eigenen Hände gegeben.

Wer das versteht, versteht auch, warum Heilsgewissheit, wie die Bibel sie lehrt, so fest steht: Wer durch Jesus Frieden mit Gott hat, muss nicht jeden Tag Leistung bringen oder immer wieder neu verhandeln – weil Gott sein Wort gab, dass es so ist.

Hast du Frieden mit Gott?

Wichtig: Vor Gericht zählt die Meinung des Angeklagten über seine Schuld nichts, sondern am Ende entscheidet der Richter. Wenn der Angeklagte dann jedoch den Freispruch bekommt, hat die Sache Gültigkeit.

Genau das ist es, was du bei Jesus bekommst, wenn du ihn um Vergebung bittest. Er übernimmt deine gerechte Strafe, du bekommst von ihm den Freispruch. Und auf den kannst du dich immer berufen, denn er wurde nicht Kraft deiner Autorität ausgestellt, sondern in der Autorität Gottes.

Wie steht es also um deinen Fall? Hast du Frieden mit Gott?

„So wahr ich lebe“, spricht GOTT, der Herr: „Ich habe kein Gefallen am Tod des Gottlosen, sondern daran, dass der Gottlose umkehre von seinem Weg und lebe! Kehrt um, kehrt um von euren bösen Wegen! Warum wollt ihr sterben?“

Die Bibel, Hesekiel 33,11