Es gibt eine Frage, die viele Menschen nie stellen – weil sie sich nicht trauen. Weil sie zu groß klingt. Zu anmaßend. Zu selbstsicher…
Komme ich in den Himmel?
In vielen religiösen Traditionen gilt es als Hochmut, zu behaupten, man wisse, dass man in den Himmel kommt. Man hofft es natürlich. Man bemüht sich. Man tut sein Bestes. Man geht vielleicht sogar davon aus, weil man ja „gar nicht so schlecht“ ist. Aber das Urteil darüber liegt am Ende natürlich in Gottes Hand.
Aber wissen? So richtig mit absoluter Sicherheit wissen – und zwar vorher – ob man in den Himmel kommt oder nicht? Das steht dem Menschen doch gar nicht zu – oder?
Spannend ist, dass die Bibel das anders sieht. Grundlegend anders.
Was Johannes dazu sagt
Derselbe Apostel Johannes, aus dessen Brief wir im letzten Post zitiert haben, schrieb auch das Johannesevangelium. Und am Ende seines Berichts verrät er uns, warum er ihn geschrieben hat:
„Was hier berichtet ist, wurde aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben an ihn in seinem Namen das Leben habt.“
Die Bibel, Johannes 20,31
Damit ihr das Leben … HABT !! Nicht: Damit ihr hofft, es vielleicht zu haben. Nicht: Damit ihr euch bemüht, es euch irgendwann vielleicht zu verdienen. Sondern: Damit ihr es habt.
Und in seinem ersten Brief – dem mit den zwei Türen aus dem letzten Post – wird Johannes noch deutlicher:
„Dies habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt.“
Die Bibel, 1. Johannes 5,13
Johannes schrieb also sein Evangelium und auch seinen 1. Brief, damit seine Leser WISSEN, dass sie ewiges Leben haben, wenn sie an Jesus Christus glauben. Wissen! Keine vage Hoffnung.
In der Bibel können wir also etwas finden, was wir Menschen aus uns selbst und auch in dieser Welt nirgendwo sonst finden können: Gewissheit darüber, wie es für uns nach dem Tod weitergeht. Und weil die Bibel ja Gottes Wort ist, dürfen wir uns auch sicher sein, dass das wirklich Gottes Botschaft für uns ist. Eine klare Botschaft, die Sicherheit gibt. Keine vagen Andeutungen, die uns im Unklaren lassen.
Warum diese Gewissheit möglich ist
Die Frage ist: Worauf gründet sich diese Gewissheit? Damit steht und fällt dann ja zwangsläufig die ganze Botschaft des Glaubens an Jesus Christus.
Geht es am Ende um meine Leistung? Um mein Bemühen? Um meine Frömmigkeit? Die Höhe meiner Geldspenden?
Wenn das so wäre, dann wäre Unsicherheit tatsächlich angebracht. Denn wer kann schon sagen, ob er sich genug bemüht hat? Ob er fromm genug war? Ob die Waagschale am Ende zu unseren Gunsten kippt?
Aber genau das ist bei Christus eben nicht die Grundlage:
„Aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch – Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“
Die Bibel, Epheser 2,8-9
Wir haben keinen Gott, zu dem wir uns mühsam hinarbeiten müssten. Tatsächlich können wir das gar nicht. Und Menschen, die zum Beispiel weniger Bildung oder schlechte Gesundheit haben, wären heftig benachteiligt – und das wäre ungerecht.
Aber unser Gott, der sich uns in der Bibel vorstellt, ist ein Gott der Gnade. Er kommt zu uns, weil wir nicht zu ihm kommen können. Für die Frage nach Himmel oder Hölle will er auch gar nicht, dass es um unsere Werke geht, damit wir nicht am Ende noch stolz werden. Für diese essenzielle Frage geht es allein um das Erlösungswerk, das Jesus Christus am Kreuz für uns vollbracht hat. Es ist sein Geschenk an uns – freiwillig und bedingungslos gegeben. Und jeder Mensch darf sich frei entscheiden, dieses Geschenk anzunehmen oder eben nicht. Und weil es eben ein bedingungsloses Geschenk ist und kein Stück von uns abhängt, ist es eben auch gerecht für alle. Und genau deswegen kannst du auch wirklich eine völlige Sicherheit in dieser Sache haben. Eben weil es nicht von dir abhängt. Es geht nur darum, ob du Gottes Sohn vertraust – oder eben nicht.
Was Jesus selbst dazu sagt
Jesus spricht in Johannes 10 über seine Schafe, die ihm nachfolgen. Gemeint sind die Menschen, die ihm vertrauen. Er sagt:
„Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen.“
Die Bibel, Johannes 10,27-29
Wenn der Sohn Gottes und sein Vater dich selbst festhalten – wer oder was könnte dich da noch aus dem ewigen Leben reißen?
Wenn du also Jesus vertraust, dann hast du nicht einfach fromme Hoffnung, sondern durch Gottes Wort, die Bibel, hast du Gottes direktes Versprechen, dass du in Ewigkeit nicht verlorengehen wirst. Wenn du also glaubst, dass Jesus am Kreuz auch für deine Sünden bezahlt, gestorben und wieder auferstanden ist und wenn du ihn um Gnade bittest, dann ist es nicht Hochmut, wenn du dich danach sicher fühlst. Es ist einfach das, was die Bibel – Gott selbst! – dir mit klaren Worten zuspricht.
„Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.“
Die Bibel, 1. Johannes 5,12
