Überall in allen Ländern und Gesellschaften unserer Welt läuft dieselbe große Suche: Die Suche nach Orientierung. An wem oder was sollte man sich orientieren? Was sind die richtigen Wertvorstellungen, was der richtige moralische Maßstab für das Leben? Und wenn man sich die Vielzahl von Weltanschauungen und Religionen und der unfassbaren Masse von persönlichen Meinungen dazwischen anschaut, werden zwei Dinge sehr klar:
Wir alle brauchen eine Weltanschauung, die uns Orientierung gibt. Und niemand sollte irgendetwas einfach ungeprüft hinnehmen, denn mit absoluter Sicherheit kann von diesem riesigen Kaleidoskop an Möglichkeiten nicht einfach jede richtig sein. Denn die ein Sache, die ausnahmslos alle Weltanschauungen gemeinsam haben – egal ob sie nun säkular oder Religion sind – ist ihr absoluter Wahrheitsanspruch.
Wir müssen uns also alle entscheiden, auf welches Fundament wir unser Leben bauen wollen. Aber wie?
Augenzeugen kommen da höchst gelegen. Menschen, die Erfahrungen aus erster Hand gemacht haben und wirklich erlebt haben, ob ein Fundament auch im absoluten Ernst- und Katastrophenfall noch trägt, oder ob es nachgibt.
Die Bibel ist voll von Menschen, die Gott nahestanden. Propheten. Apostel. Maria, die Mutter Jesu. Alle hatten sie ihre ganz eigene Geschichte mit Gott. Ihre ganz eigene Perspektive. Und keiner von ihnen hatte ein leichtes Leben. Eher ist das Gegenteil die Regel. Und wenn man genau hinschaut, fällt etwas auf: Sie alle weisen uns trotzdem in dieselbe Richtung. Ohne Ausnahme.
Hoffnung in Leid
Hiob, der albtraumhaft gelitten hat, nach dem auch die Hiobsbotschaft benannt ist, hatte in all seinem hilflosen Leid mit fürchterlichen Vorwürfen, Spott, Zweifeln und seinem Gewissen zu kämpfen. Aber mittendrin in diesem ganzen furchtbaren Elend machte er eine Sache unmissverständlich klar:
„Eines weiß ich: Mein Erlöser lebt. Auf dieser todgeweihten Erde spricht er das letzte Wort! Auch wenn meine Haut in Fetzen an mir hängt und mein Leib zerfressen ist, werde ich doch Gott sehen! Ja, ihn werde ich anschauen. Mit eigenen Augen werde ich ihn sehen, aber nicht als Fremden. Danach sehne ich mich von ganzem Herzen!“
Die Bibel, Hiob 19,25-27
Der Bericht über Hiob gilt als der älteste Teil der Bibel, aus heutiger Sicht etwa 4.000 Jahre alt. So gesehen beginnt Gott seine Botschaft an die Menschheit also mit dem, was uns alle im Leben erwartet und dem, was wir alle brauchen: Leid – und einer Hoffnung, die jedes Leid überdauert, durchträgt und hält. Und im Zentrum dieser Botschaft: Ein Gott, der erlöst!
Gegen den Strom
Der Prophet Jesaja lebte etwa 700 Jahre vor Christus. Er brachte Gottes Wort in einer Zeit, in der der überwiegende Teil des Volkes Israel sich von Gott abgewandt hatte, inklusive des Königs und den meisten Machthabern unter ihm. Jesaja wurde verleumdet, verfolgt, hatte mit großen Zweifeln zu kämpfen und starb am Ende für seine Überzeugung einen qualvollen Märtyrertod.
Im Leben hatte er weder Ansehen, noch Macht, noch Reichtum, noch sonst etwas, wofür Menschen normalerweise viel in Kauf zu nehmen bereit sind. Trotzdem war er klar der Überzeug, dass es sich für ihn lohnt und richtig ist, gegen den Strom seiner Zeit zu schwimmen, denn dadurch war er Gott nahe.
In Jesaja 53 hat er uns von dem geschrieben, den er kannte und dessen Kommen er vorhersah:
„Verachtet war er und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut; wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt, so verachtet war er, und wir achteten ihn nicht. Fürwahr, er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen; wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen[9] willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Wunden ist uns Heilung geworden. Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Schuld auf ihn. Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut.“
Die Bibel, Jesaja 53,3-5
Wieder eine Hoffnung, ein Vertrauen auf Gott und seinen Erlöser, die alles Leid und alle Anfechtungen dieser Welt überwiegen. Wieder eine Sehnsucht, ihn zu sehen. Und wie kaum ein anderer Text im Alten Testament sehen wir im Rückspiegel der Menschheitsgeschichte auch den Namen dieses Erlösers und den Vorschatten seines Kreuzes deutlich durchschimmern.
An der Spitze einer Massenbewegung
Johannes der Täufer war vom einsamen Eremit zur zentralen Figur einer großen Massenbewegung geworden. Der einsiedlerische Prophet lebte zur gleichen Zeit wie Jesus und war quasi der Superstar seiner Zeit. Hunderttausende kamen zu ihm, um seine Botschaft zu hören und er war hoch angesehen beim ganzen Volk. So sehr, dass sich seine Gegner hüteten, sein Wort öffentlich in Zweifel zu ziehen oder ihn gar aus dem Weg zu schaffen.
Aber was tat dieser Mann, als Jesus ihm begegnete? Er verließ das Rampenlicht und forderte seine Nachfolger auf, Jesus zu folgen!
„Am nächsten Tag kam Jesus zu Johannes. Als dieser ihn kommen sah, rief er: Seht, hier ist das Opferlamm Gottes, das die Sünde der ganzen Welt wegnimmt! Er ist es, von dem ich sagte: Nach mir kommt einer, der größer ist als ich, denn er war schon vor mir da. / Christus soll immer wichtiger werden, und ich will immer mehr in den Hintergrund treten.“
Die Bibel, Johannes 1,29-30; 3,30
Hat man je wieder gehört, dass jemand, der an der Spitze einer Massenbewegung stand und sogar für die Machthaber seiner Zeit im Grunde unantastbar war, einfach abtrat zu Gunsten eines – bis dahin – völlig unbekannten?
„Hört nicht auf mich, sondern auf Jesus“, das war die große Lebensbotschaft von Johannes dem Täufer.
Die Mutter Jesu
Wenn irgendwer sich hätte wichtig machen können, dann Maria. Johannes der Täufer dankte zu Gunsten ihres Sohnes ab! Ihr Schwangerschaft als Jungfrau und die Umstände rund um die Geburt von Jesus, ihre Flucht nach Ägypten und die Tatsache, dass sie später in Nazareth gelandet waren und noch so viel mehr hatte alles Jahrhunderte alte Verheißungen des Alten Testaments erfüllt. Ihr Sohn war der verheißene Erlöser Gottes für die Menschen!
Und Maria kannte ihn natürlich, wie niemand sonst. Doch was tat sie?
Ähnlich wie Johannes der Täufer trat sie unaufgeregt in den Hintergrund und stellte klar:
„Was er euch sagt, das tut!“
Die Bibel, Johannes 2,5
„Hört nicht auf mich, sondern auf Jesus“, das war auch ihre Botschaft.
Der Vater Jesu
Die Apostel Petrus, Jakobus und Johannes nahmen nicht nur alle drei Anfeindung, Verfolgung und letztlich den Märtyrertod für ihren Glauben auf sich, sondern machten in ihren Predigten und ihrem Leben insgesamt dasselbe, wie Johannes der Täufer, Maria und andere: Sie wiesen jede Ehre und Aufmerksamkeit von sich ab und wiesen allen den Weg zu Jesus. Sie gründeten jegliche Lehre des christlichen Glaubens auf die Person von Jesus Christus und alle drei konnten als einen der absoluten Höhepunkte ihres Lebens etwas ganz außergewöhnliches bezeugen:
Sie waren dabei gewesen, als Gott selbst aus dem Himmel sprach, um es auch für den letzten Zweifler ganz deutlich zu machen:
„Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; auf ihn sollt ihr hören!“
Die Bibel, Matthäus 17,5
Der Christenhasser
Lange nicht das letzte aber vielleicht das eindrücklichste Lebenszeugnis zur Glaubwürdigkeit von Jesus Christus finden wir beim Apostel Paulus. Als junger Mann hatte er nämlich alles, was sich ein Jude damals erhoffen konnte: Römische Bürgerschaft und damit einmalige Privilegien im römischen Reich. Als Pharisäer gehörte er zur angesehensten und einflussreichsten Gruppe der Bevölkerung. Als Student des berühmtesten Lehrers unter den Pharisäern hatte er selbst unter den Pharisäern einen besonderen Ehrenplatz. Und dann dieser junge Mann, der eigentlich mit seinen Errungenschaften sowieso schon völlig ausgesorgt hatte, auch noch zur Galionsfigur und Speerspitze der ersten Christenverfolgung.
Den Rest seines Lebens hätte er sich einfach mit den höchsten Ehren seines Volkes in den höchsten Ämtern ein ruhiges, völlig abgesichertes Leben machen können. Aber was tat er stattdessen? Er wurde Christ – und gab damit alles auf. Von seiner Familie wurde er verstoßen, seinem Volk war er verhasst und bei den Christen logischerweise noch lange gefürchtet. Er lebte in Armut, zog die meiste Zeit seines Lebens als Wanderprediger durchs Land, praktisch immer verfolgt, teils auf der Flucht vor Mordanschlägen, teils unschuldig im Gefängnis oder zu Prügelstrafen verurteilt oder beides…
Und was, denkst du, war seine Botschaft für die Welt?
„Ich hatte mir vorgenommen, eure Aufmerksamkeit einzig und allein auf Jesus Christus zu lenken – auf Jesus Christus, den Gekreuzigten.“
Die Bibel, 1. Korinther 2,2
Vom Christenhasser zum größten Botschafter des christlichen Glaubens. Vom gemachten Mann zum armen, verfolgten Straßenprediger. Alles aufgegeben – für Jesus. Selbst in den Schatten getreten, Jesus ins Licht gestellt. Das war nicht nur die Botschaft von Paulus, sondern sein ganzes Leben. Und am Ende starb auch er den Märtyrertod, weil er seinem Glauben nicht abschwören wollte.
Der Christus
Die Bibel zeigt uns ein übereinstimmendes Muster – über Jahrhunderte und Ländergrenzen hinweg und keiner der vielen Wegweiser konnte sich selbst dadurch erhöhen oder bereichern. Von Hiob über viele Propheten wie Jesaja, Johannes den Täufer, dann auch Maria, alle Apostel, den ehemaligen Christenhasser Paulus und auch noch viele andere nach ihm – zum Beispiel Luther – zeigten übereinstimmend und deutlich auf Jesus.
Und Jesus selbst? Was war seine eigene Botschaft?
Besonders deutlich wird er in einer Ermahnung an die Pharisäer, zu denen zu jener Zeit auch noch Paulus gehörte:
„Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir Zeugnis geben. Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen.“
Die Bibel, Johannes 5,39-40
Jesus machte klar, dass er derjenige war, den Gott von Anfang an in seinem Wort angekündigt hatte. Jesus erhob unmissverständlich den Anspruch, Gottes Sohn und Gottes Erlöser für die Menschen zu sein. Und nicht nur seine Botschaft hat enorme Überzeugungskraft in sich, sondern die Lebenszeugnisse der vielen, vielen Menschen, die so viel aufgegeben und erduldet haben, um ihm den Vortritt und Ehrenplatz zu geben, haben in ihrer Gesamtheit zusätzlich ein sehr großes Gewicht.
Das ist kein Zufall. Das ist das Muster der ganzen Bibel. Und damit stellt sich eine Frage, die kein Mensch ignorieren sollte: Wenn alle, die Gott oder Jesus wirklich kannten – wenn sogar Gott selbst – auf Jesus zeigten… welchen Grund hättest du, ihn dir nicht auch ganz genau anzuschauen?
„Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!“
Die Bibel, Johannes 14,6
Lies Bibel – begegne Jesus!
