Eine Wasserprobe genügt

Stell dir vor, du stehst an einem riesigen See. Das Wasser sieht auf den ersten Blick sauber aus – klar, ruhig, einladend. Aber dann kommt jemand, nimmt eine Probe und untersucht sie im Labor. Das Ergebnis ist eindeutig: Verseucht!

Gott ist mit der Menschheit in ähnlicher Weise verfahren:

„Wir wissen aber, dass das Gesetz alles, was es spricht, zu denen sagt, die unter dem Gesetz sind, damit jeder Mund verstopft werde und alle Welt vor Gott schuldig sei, weil aus Werken des Gesetzes kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden kann; denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.“

Die Bibel, Römer 3,19-20

Was heißt das? Als Vergleich: Die Wasserprobe gibt Aufschluss über den Zustand des ganzen Gewässers. Und genau das tut auch Gottes Gesetz mit der Menschheit. Gott hat sein Gesetz zuerst Israel gegeben. Damit wurde dieses Volk zu so einer Art Wasserprobe aus der Menschheit. Und dieses Volk bekam von Gott auch noch die besten Bedingungen: Gottes Worte, klare Gebote, Propheten zur Erinnerung und Unterweisung, eine Geschichte mit Gott selbst. Und doch zeigt die Geschichte Israels (wie auch unsere eigene), dass selbst unter diesen idealen Umständen niemand Gottes Maßstäben gerecht wird. Keiner, auch nicht ein einziger.

Damit ist die Diagnose klar: Wir sind Sünder! Nicht nur das Volk Israel, sondern alle Menschen. Und wir liegen nicht einfach nur ein bisschen daneben, sondern meilenweit! Das Gesetz Gottes zeigt uns das wie ein Spiegel. Es deckt auf, was wir gerne übersehen oder verdrängen: Stolz, Lügen, Egoismus, Gier, Unreinheit, Lieblosigkeit. Wer ehrlich ist und wirklich mal versucht, die 10 Gebote konsequent zu halten, merkt schnell: Ich schaffe es nicht!

So wird durch das Gesetz Gottes „jeder Mund verstopft“. Aber Gott will dich nicht anklagen, um dich zu zerstören. Er zeigt dir deine Schuld, damit du aufhörst, dich selbst rechtfertigen zu wollen – und damit du anfängst, über das Rettungsangebot nachzudenken, das Gott dir durch das Kreuz von Jesus Christus gemacht hat. Jesus kam nicht, um gute Menschen noch besser zu machen, sondern um Sünder zur Umkehr zu rufen und sie aus Gnade zu retten. Am Kreuz nahm er unsere Schuld auf sich, trug die Strafe, die wir verdient hätten – und er schenkt jedem, der ihm vertraut und der ihn bittet, Vergebung und ewiges Leben.

Du musst nicht perfekt werden, um zu Gott zu kommen. Du musst nur ehrlich sein – vor dir selbst und vor Gott. Er rettet nicht die Starken, sondern die, die zugeben, dass sie verloren sind.

Vielleicht ist heute dein Tag, um genau das zu tun.

„Denn alle Menschen haben gesündigt und das Leben in der Herrlichkeit Gottes verloren. Doch Gott erklärt uns aus Gnade für gerecht. Es ist sein Geschenk an uns durch Jesus Christus, der uns von unserer Schuld befreit hat.“

Die Bibel, Römer 3,23-24