Nicht wir haben Gott geliebt

Normalerweise funktioniert Liebe bei uns so: Wir mögen jemanden, weil er uns anzieht, weil er uns etwas gibt, weil wir einen Grund dafür haben. Gottes Liebe für die Menschheit folgt jedoch gewissermaßen der umgekehrten Reihenfolge – und das macht einen gewaltigen Unterschied.

„Darin ist die Liebe Gottes zu uns geoffenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben sollen. Darin besteht die Liebe – nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn gesandt hat als Sühnopfer für unsere Sünden.“

Die Bibel, 1. Johannes 4,9-10

„Nicht dass wir Gott geliebt haben.“ Das ist der entscheidende Unterschied. Wir haben Gott nicht durch besonders vorbildliches Verhalten für uns gewonnen. Im Gegenteil. Wir sind Sünder, getrennt von ihm und ihm entfremdet. Dennoch hat er den ersten Schritt getan – lange bevor irgendjemand von uns überhaupt daran dachte, nach ihm zu fragen. Das Kreuz war keine Reaktion auf unsere Verdienste, sondern es ist Ausdruck seiner Liebe zu uns, die uns aus unserem verlorenen Dasein retten will.

Das schließt den Kreis zu dem, womit diese kleine Serie hier begonnen hat: „Damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt“ (1. Johannes 5,13). Diese Gewissheit hängt nicht an deiner Liebe zu Gott, deiner Frömmigkeit oder deiner religiösen Vergangenheit. Sie hängt an seiner Liebe zu dir – einer Liebe, die längst gehandelt hatte, bevor du je daran dachtest, dich Gott zuzuwenden.

Wir haben in dieser kleinen Serie hier jetzt vier Dinge betrachtet, die uns echte Gewissheit geben: Die klare Zusage Gottes: „Wer den Sohn hat, hat das Leben.Gottes Charakter – unwandelbar, treu und gerecht. Sein Fürsprecher für die ganze Welt, Jesus Christus. Und all das wurzelt – wie wir heute gesehen haben – in seiner Liebe zu uns, die ganz am Anfang von allem steht. Nichts davon hing jemals von dir ab. Schon immer hing alles ganz an ihm, der sich über die Sünder erbarmt.

Die einzige offene Frage ist: Nimmst du an, was er dir schenken will?

„Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir.“

Die Bibel, Offenbarung 3,20