Jesus ist Gott im 1. Thessalonicherbrief

„Er selbst aber, Gott, unser Vater, und unser Herr Jesus Christus lenke unseren Weg zu euch!“

Die Bibel, 1. Thessalonicher 3,11

Rund um die Person Gottes ist die Grammatik in der Bibel manchmal etwas eigenartig. Hier haben wir ein wunderbares Beispiel dafür. Nun könnte man es natürlich einfach als Fehler abtun – oder wir können den Standpunkt einnehmen, den die Bibel selbst von uns fordert: Zu vertrauen, dass Gott keine Fehler macht und auch Gottes Wort fehlerlos ist. Das ist eine ganz andere Perspektive – aber was zeigt sie uns?

Der Vers oben beginnt mit: „Er selbst“. Man könnte also denken, dass es hier um eine Person geht. Dann werden jedoch zwei Personen aufgezählt, Gott der Vater und Jesus Christus. Das nachfolgende Verb „lenke“ steht dann aber wieder im Singular, so als wäre nur eine Person genannt worden.

Hier werden wir von der Bibel darauf gestoßen, dass Gott nicht so ist wie wir. Gott ist einer und trotzdem offenbart sich Gott uns auch in drei Personen, dem Vater, dem Sohn und dem (hier nicht erwähnten) Heiligen Geist. Jesus Christus, Gott der Sohn, ist nicht weniger Gott als sein Vater es ist – und doch ist er auch eine eigenständige Person.

Wichtig für uns ist, dass wir einen Gott haben, der uns auf eine Art begegnet, die wir zumindest teilweise verstehen können. Vater und Sohn, das ist eine Beziehung. Gott und Geschöpf, also wir Menschen, das ist auch eine Beziehung. Beziehungen sind uns sehr vertraut, denn unser Leben ist voll davon – und wir dürfen Gott letztlich so begegnen und kennenlernen, wie andere Menschen auch – indem wir Zeit mit ihm verbringen, ihm zu hören, mit ihm reden und ihn nach und nach besser kennenlernen.

In Jesus können wir anfangen Dinge zu verstehen, die uns Menschen eigentlich zu groß sind. In Jesus kam aber nicht nur Erkenntnis zu uns, sondern auch Gottes Gnade, denn er will uns nicht nur erleuchten, sondern retten.

„Sucht den HERRN, solange er zu finden ist; ruft ihn an, während er nahe ist! Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken; und er kehre um zu dem HERRN, so wird er sich über ihn erbarmen, und zu unserem Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung. Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR; sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“

Die Bibel, Jesaja 55,6-9

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