Jesus ist Gott in Markus

Das Evangelium von Markus gilt als das früheste der vier Evangelien und bietet uns damit einen Blick darauf, welche Lehre über Jesus Christus ganz am Anfang des Christentums kurz nach seiner Kreuzigung und Wiederauferstehung stand. Was ist da also naheliegender, als zu schauen, wie das Markusevangelium anfängt? Wie wird Jesus hier vorgestellt?

Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes. Wie geschrieben steht in den Propheten: „Siehe, ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg vor dir bereiten wird.“

Die Bibel, Markus 1,1-2

In den ersten beiden Versen des Markusevangeliums wird Jesus uns also vorgestellt als der Sohn Gottes und es wir bekommen ein Zitat aus dem Alten Testament, das auf Jesus angewendet wird. In den folgenden Versen erfahren wir dann, dass dieser Bote Johannes der Täufer war und dass der, der von ihm angekündigt wurde, Jesus Christus ist.

Was bedeutet es, dass Jesus Gottes Sohn ist? Am deutlichsten sieht man das an der Reaktion seiner Gegner auf ihn und daran, welche Anklage sie vorbrachten, um ihn ans Kreuz zu bringen. Die Gegner Jesu waren die Hohepriester und Schriftgelehrten seiner Zeit, also die, die das Alte Testament am besten kannten. Und sie verstanden sofort, dass Jesus, indem er sich Gottes Sohn nannte, für sich beanspruchte, Gott gleich zu sein. Das kann man z.B. in Johannes 10, 33: „Die Juden antworteten ihm und sprachen: Nicht wegen eines guten Werkes wollen wir dich steinigen, sondern wegen Gotteslästerung, und zwar weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst!“

Sie glaubten es nicht. Markus beginnt sein Evangelium aber genau damit, dass Jesus Gottes Sohn und damit Gott selbst ist. Das ist der Kern der Guten Botschaft, dass Gott in Jesus Mensch wurde und zu uns Menschen herabgestiegen ist, um Sünder zu retten.

Das bezeugte auch Johannes der Täufer, indem er überdeutlich auf Jesus als den Sohn Gottes hinwies und die Menschen aufrief, ihm zu folgen und auf ihn zu hören. Das Zitat aus dem Alten Testament, das Markus im 2. Vers seines Evangeliums nennt, steht im Buch Maleachi, Kapitel 3, Vers 1. Aber wer wird dort angekündigt? Hier ist es Gott, der Vater, der mit mit seinem im Judentum am höchsten geehrten Namen „JHWH“ genannt wird!

Jesus ist Gott selbst. Jesus, der Sohn Gottes, ist in völliger Einheit mit seinem göttlichen Vater im Himmel. Und Jesus kam, um hier auf der Erde den Willen seines Vaters zu tun, am Kreuz zu sterben und damit die Grundlage zu schaffen, damit Sündern ihre Schuld vergeben werden kann.

„Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.“

Die Bibel, Markus 10,45