Gestern haben wir uns das Schlusswort Salomos aus seinem Buch „Prediger“ angesehen, in dem er alle Menschen auffordert, Gott zu achten und seine Gebote zu halten.
Aber was für Gebote sind gemeint?
Und kann man das überhaupt?
Und Jesus sprach zu ihm: „‚Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken‘. Das ist das erste und größte Gebot. Und das zweite ist ihm vergleichbar: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst‘. An diesen zwei Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten.“
Die Bibel, Matthäus 22,37-40
Was Jesus hier sagt, hat eine gewaltige Tragweite. Er stellt diese zwei Gebote heraus und betont, dass alle anderen Gebote, die den Juden gegeben waren, an diesen beiden „hängen“. Man könnte auch sagen, dass sie in gewisser Weise nur Erklärungen, Ausformulierungen und spezifische Anwendungen für relevante Anwendungsfälle sind, die sich aber alle auf natürliche und logische Weise aus diesen beiden höchsten Geboten ergeben.
Diese beiden Gebote können als allgemeine und ewige Prinzipien angesehen werden, die auch heute noch unterschiedslos Gültigkeit haben. Das erste dieser beiden regelt den Umgang des Menschen mit Gott, das zweite regelt den Umgang des Menschen mit anderen Menschen. Diese beiden Gebote sind so einfach, so schlicht, so logisch, selbst Kindern kann man sie erklären. Doch gleichzeitig sehen wir, wenn wir nur kurz darüber nachdenken, dass sie tatsächlich alle Lebensbereiche umfassen und dass unsere Welt, wenn alle Menschen so leben würden, eine völlig andere wäre als die, die wir für „normal“ halten.
Aber „normal“ ist das das nicht. Und die Welt ist, wie sie ist, weil wir Menschen nicht in der Lage und auch nicht willens sind, so zu leben. Die wenigsten Menschen sind immer schlecht. Aber keiner von uns ist immer gut, tut immer, was richtig wäre. Und so sagt uns die Bibel klipp und klar:
„Wie geschrieben steht: Es ist keiner gerecht, auch nicht einer.
Niemand wird in Gottes Augen gerecht gesprochen, indem er versucht, das Gesetz zu halten. Im Gegenteil, je besser wir Gottes Gesetz kennen, desto deutlicher erkennen wir, dass wir schuldig sind. Doch nun hat Gott uns unabhängig vom Gesetz einen anderen Weg gezeigt, wie wir in seinen Augen gerecht werden können – einen Weg in Übereinstimmung mit dem Gesetz und den Propheten. Wir werden von Gott gerecht gesprochen, indem wir an Jesus Christus glauben. Dadurch können alle ohne Unterschied gerettet werden. Denn alle Menschen haben gesündigt und das Leben in der Herrlichkeit Gottes verloren. Doch Gott erklärt uns aus Gnade für gerecht. Es ist sein Geschenk an uns durch Jesus Christus, der uns von unserer Schuld befreit hat. Denn Gott sandte Jesus, damit er die Strafe für unsere Sünden auf sich nimmt und unsere Schuld gesühnt wird. Wir sind gerecht vor Gott, wenn wir glauben, dass Jesus sein Blut für uns vergossen und sein Leben für uns geopfert hat.“
Die Bibel, Römer 3,10.20-25
Darum kam Jesus in unsere Welt, um am Kreuz für unsere Sünden zu sterben und uns eine unverdiente Vergebung unserer Schuld anzubieten. Dazu hat er uns ein anderes Gebot gegeben, dass wir halten können, auch wenn wir die anderen Gebote nicht halten können:
„Jetzt ist die Zeit gekommen, Gottes Reich ist nahe. Kehrt um zu Gott und glaubt an die rettende Botschaft!“
Die Bibel, Markus 1,15
