Johannes beginnt sein Evangelium mit einem Blick auf die Schöpfung. Dabei ist es nicht so, dass er dem Schöpfungsbericht aus 1. Mose widerspricht, sondern was er schrieb ergänzt den Schöpfungsbericht um eine ausgesprochen spannende Perspektive:
„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als eines Einzigen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“
Die Bibel, Johannes 1-4.14
Das göttliche Wort
Hier die die Rede von einem „Wort“ und schon im ersten Vers wird klar, dass „das Wort“ eine Person ist. Mit dieser Person begann die Schöpfung, sie war vorher schon da. Diese Person war bei Gott als es losging, ist also verschieden von Gott. Gleichzeitig ist diese Person aber auch selbst Gott.
Der scheinbare Widerspruch verschwindet, wenn wir uns klar machen, dass uns quer durch die Bibel ein Gott vorgestellt wird, der einer ist aber doch auch aus drei Personen besteht: Vater, Sohn, Heiliger Geist. Johannes zeigt uns hier also zwei Personen der Gottheit, den Vater und seinen Sohn.
Dann fügt Johannes ein wichtiges Detail ein über den Schöpfungsvorgang. Alles, was geschaffen wurde, wurde durch das göttliche Wort geschaffen. Es war diese Person der Gottheit, die die Ausführung der Schöpfung übernahm und das bedeutet auch, dass sie vorher schon da war. Der Sohn ist ebenso ewig, wie der Vater.
In ihm – das Wort ist also wirklich ein „Er“ – war auch die Quelle des Lebens, so wie auch der Vater Leben in sich hat. Aus dem Leben des Sohnes wurde das Leben auf dieser Erde gespeist und das Licht der Erkenntnis dem Menschen gegeben.
„Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns … als eines Einzigen vom Vater“. Das göttliche Wort, der Sohn Gottes, wurde in der Tat „Fleisch“, als er Mensch wurde und in diese Welt kam. Das Wort, das hier als „eines Einzigen“ übersetzt ist, bedeutet soviel wie „einzig in seiner Art“, also einmalig. Und in der Tat ist Jesus wirklich einmalig – Gott selbst in Menschengestalt!
Das Wort wird Fleisch
Aber halt! Der Text hat uns Menschen der Neuzeit, die wir im Zeitalter der Wissenschaft leben, noch etwas zu sagen. Etwas, was Johannes vor 1.900 Jahren, als er sein Evangelium schrieb, nicht wissen konnte. Das ein kleiner Exkurs:
Wenn du am Strand spazieren gehst – weit und breit ist sonst kein mensch zu sehen – und im Sand entdeckst du eine Herz-Form und darin Zeichen: „Max + Pia“, was denkst du? Es sind ja nur 8 Zeichen: Das Herz, das „+“ und „Max“ und „Pia“. Trotzdem würde niemand jemals auf die Idee kommen und annahmen, dass vielleicht eine Möwe abgestürzt ist und mit ihren Flügeln diese Zeichen zufällig in den Sand geritzt hat. Oder, dass ein Krebs da so herumgelaufen sein muss, dass die Zeichen entstanden sind. Nein, wir wissen alle, dass Sprache, Schrift und die Information dahinter nicht durch Zufall entsteht und tatsächlich ist es auch so, dass unsere Wissenschaft kein Naturgesetz und keinen Mechanismus kennt, der Information hervorbringen kann. Information entsteht ausschließlich durch einen Verstand, der sich ausdrückt. So ist dann auch – um den Exkurs am Strand zu beenden – die logische Erklärung für das „Max + Pia“ im Sand, ganz einfach die, dass Max und Pia, ein Liebespaar, eben gerade noch am Strand waren und sie die Urheber der Zeichen sind, die du gerade im Sand gesehen hast.
Wenn schon 8 Zeichen nicht zufällig entstehen können, wie ist es dann mit unserer DNA? Ist es nicht phänomenal, dass die Bibel von einem „Wort“ redet, mit dem das Leben anfing und wir Menschen 2.000 Jahre später entdecken, dass das Kernstück des Lebens in der Tat ein Wort ist – und dann auch noch das längst und komplizierteste, dass je entdeckt wurde? Die menschliche DNA ist etwa 3,2 Milliarden Zeichen lang. Wenn schon 8 Zeichen nicht durch Zufall entstehen können, wenn es keine Naturgesetze gibt, die überhaupt Information hervorbringen können, wenn die Bibel uns von einem göttlichen Wort berichtet, dem Sohn Gottes, der die Quelle des Lebens ist und Fleisch wurde – und dann gleichzeitig und unfassbar langes Wort im Kern jeder einzelner Zelle unseres Körpers, unseres Fleisches, und auch in jedem anderen Lebewesen, der Motor unseres Lebens ist, was können wir dazu sagen?
Gott, der Sohn, hat sein Lebenswort in alles Leben eingeschrieben und jede Lebende Zelle, auch in deinem Körper, trägt seine Handschrift!
Gottes Botschaft
Indem Gott in Jesus Christus Mensch wurde, hat er uns allen die Möglichkeit gegeben, ihn persönlich kennenzulernen. „Gnade und Wahrheit“, schrieb Johannes, waren in ihm. Und was brauchen wir in unseren verworrenen Zeiten heute mehr, as das? Gnade für unser Leben, unsere Schwächen, unsere Fehler, unsere Sünden. Wahrheit über unsere Identität, unsere Herkunft, unseren Lebenszweck und unsere Bestimmung.
Lies Bibel und lerne den kennen, dessen Handschrift in jeder Zelle deines Körper zu finden ist!
