Jesus ist Gott im Epheserbrief

Ein Gedankenspiel: Zu welchem Zweck werden Autos konstruiert? Wenn man es stark vereinfacht, kann man auf jeden Fall sagen: „Zum Fahren“, klare Sache. Kommen wir auf die Idee das Auto zu loben oder auszuzeichnen, wenn es einfach so funktioniert und genau die Leistung bringt, die es laut Beschreibung des Herstellers haben sollte? Ja schon – aber nur, weil es die Realität ist, dass die meisten Autos hinterher hinken. Und hier könnte man auch jedes beliebige andere Produkt nennen: Handy, Tablets, Kleidung etc. „Ausgezeichnet“ bedeutet doch am Ende nur, dass das Produkt wirklich tut, was es soll, damit die Hersteller uns nicht völlig enthemmt das Geld mit Ramschware aus der Tasche ziehen können, oder?

Das ist für uns – leider – selbstverständlich geworden aber eigentlich sollte das so nicht sein müssen. Aber obwohl es leider unser „Normal“ ist, würde es uns trotzdem nicht einfallen, freiwilligen 10% / 20% / 30% über Preis zu bezahlen, aus Begeisterung, dass das Produkt keine Mogelpackung ist!

Mit Gott und uns Menschen ist es in gewisser Weise genau so. Natürlich sind Menschen keine „Produkte“ aber Geschöpfe sind wir dann doch und Gott ist unser Schöpfer. Der Zweck, zu dem wir gemacht sind, ist mit Gott in enger, vertrauensvoller Gemeinschaft zu leben und ihn zu ehren. Und nach dem Sündenfall tut der Mensch eben auch nicht mehr, was er soll, sondern „alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten“ (Römer 3,23). Die Bibel hebt eine ganze Reihe Menschen zwar lobend hervor – aber selbst die großen Glaubenshelden auch eben nur deshalb, weil die am wenigsten schlechten Menschen ihrer Zeit waren und das Ziel am wenigsten von allen verfehlen, nicht weil sie exakt das tun, was sie sollten und schon gar nicht, weil sie Gottes ursprünglichen Zweck für das Menschenleben übererfüllen würden. Alle haben gesündigt, die, die die Bibel auszeichnet, sind da keine Ausnahme. Sie sind nur die, die es am besten hingekriegt haben und uns daher immer noch als Vorbilder dienen können.

Was erwartest du also, was deine guten Werke dir einbringen? Ein Lob von Gott? Vielleicht. Einen Platz im Himmel? Die Latte liegt ganz wo anders! Dazu müsstest du an jedem Tag deines Lebens in jeder Sekunde ausnahmslos in jeder Hinsicht Gott Ehre machen, alles so, wie es ihm gefällt und nichts – aber auch gar nichts! – anders. Das bedeutet es, heilig zu sein. Und wenn wir ehrlich sind, dann wollen wir oft ja nicht mal Gott gehorchen, geschweige denn, dass wir es immer hinkriegen würden, selbst wenn wir es mal versuchen. Ein völlig heiliges Leben mit nur einer einzigen Sünde, vielleicht ein gestohlener Lutscher aus Omas Schnuck-Schrank, als du du 6 warst, oder eine einzige Lüge, befördern dich bereits in die Hölle, denn was unheilig ist, kann nicht in Gottes Gegenwart sein.

Hier kommt nun Jesus Christus ins Spiel. Er, der Sohn Gottes, ist selbst Gott, nämlich Gott der Sohn. Er ist ebenso heilig wie sein göttlicher Vater und so, wie wir nicht aufhören können, zu sündigen, weil wir Sünder sind, kann er gar nicht sündigen, eben weil er selbst völlig göttlich und heilig ist. Nur deshalb konnte er als Schuldopfer für alle unsere Sünden dienen, denn weil er schon immer Gott war, war auch auch völlig makellos und unendlich wertvoll. Nur sein Leben hatte einen Wert, der das volle Unmaß der Schuld der ganzen Menschheit schlucken konnte.

In seinem Brief an die Christen von Ephesus schreibt der Apostel Paulus unter anderem folgende Zeilen:

„Ich bete, dass ihr erkennen könnt, wie übermächtig groß seine [d.h. Gottes] Kraft ist, mit der er in uns, die wir an ihn glauben, wirkt. Es ist dieselbe gewaltige Kraft, die auch Christus von den Toten auferweckt und ihm den Ehrenplatz an Gottes rechter Seite im Himmel gegeben hat.“

Die Bibel, Epheserbrief 1,19-20

Die Tatsache der Wiederauferstehung ist das Siegel der Beglaubigung, das der göttliche Vater mitten in die Menschheitsgeschichte gedrückt hat, um die Göttlichkeit und Heiligkeit seines Sohnes zu bezeugen, denn nur deshalb konnte er als Opfer annehmbar sein und den unvorstellbaren Preis aufwiegen.

Jesus Christus verdient allen Ruhm, all unseren Dank und all unsere Anbetung!

Tust du das?